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Borsa italiana : Italienische Regierung könnte bei Börse einsteigen

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Prachtvolles Äußeres: Die Borsa Italiana in Mailand Bild: Unternehmen

Im Zuge eines möglichen Verkaufs der italienischen Börse könnte der Staat über die Euronext eine Rolle spielen. Derzeit geht es aber erst einmal nur um den Anleihenhandel.

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          Die italienische Regierung erwägt Medienberichten zufolge einen Einstieg bei der italienischen Börse. Gemeinsam mit der Sechs-Länder-Börse Euronext erwäge man einen gemeinsamen Kauf des Unternehmens, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf ungenannte Personen. Ein mögliches Szenario sei, dass die Staatsbank Cassa Depositi e Prestiti eine Beteiligung an der Euronext erwürbe, die in etwa der Frankreichs von rund 8 Prozent entsprechen könnte und die von der dortigen Caisse des Depots et Consignations gehalten wird. Es werde aber eine Reihe von Strukturen erwogen, so dass Italien und die Euronext auch zunächst getrennte Gebote abgeben könnten.

          Der derzeitige Eigentümer, die Londoner Börse (LSE) hatte Ende Juli angekündigt, sich von der Borsa Italiana oder Teilen davon zu trennen, um regulatorische Auflagen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Datenanbieters Refinitiv zu erfüllen. Der Verkaufsprozess für die Anleihenhandelsplattform MTS wurde schon eingeleitet. Gebote können noch bis zum 21. August eingereicht werden. Auch die Deutsche Börse soll an MTS interessiert sein, ebenso wie die Nasdaq. Italien wiederum könnte einen Kauf von MTS erwägen, sollte die Börse nicht als Ganzes zum Verkauf stehen.

          Beim Verkauf der spanischen Börse in diesem Jahr war die Euronext nicht zum Zuge gekommen. Vielmehr ging die Bolsas y Mercados Espanoles SHMSF SA an die Schweizer Börse Six.

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