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Milliarden-Börsengang : Wird Auto1 die nächste Kursrakete in Deutschland?

Soll künftig häufiger auf deutschen Straßen zu sehen sein: Lieferauto von Autohero Bild: Autohero

Autos vom Sofa aus bestellen: Ein Berliner Start-up macht das möglich. Das Interesse der Anleger an dem Geschäftsmodell ist riesig.

          5 Min.

          Lebensmittel, Klamotten, Schreibtischstühle: Die Deutschen lassen sich heutzutage fast alles nach Hause liefern. Warum nicht auch Autos? Das wäre doch fast folgerichtig. Natürlich mit Umtausch- und Geld-zurück-Garantie. Klingt utopisch? Das Berliner Start-up Auto1 ist anderer Ansicht. Sehr erfolgreich kauft es schon seit ein paar Jahren Gebrauchtwagen von Privatleuten über die Plattform wirkaufendeinauto.de und ist Marktführer in Deutschland. Es verkauft die Gebrauchtwagen an Autohändler weiter über die Plattform Auto1. Und jetzt soll die nächste Stufe gezündet werden: der Weiterverkauf der Gebrauchtwagen an Privatleute.

          Daniel Mohr

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Aufbau der Plattform Autohero kostet Geld. Autohero soll der größte europäische Marktplatz für den Verkauf von Gebrauchtwagen an Privatleute werden. Daher nun ein Börsengang. Um mehr Geld von einem größeren Kreis von Investoren zu erhalten. Das Interesse am ersten Börsengang des Jahres in Deutschland ist riesig. Wie geplant fließt dadurch nun eine Milliarde Euro in die Kassen von Auto1, wovon 750 Millionen Euro in Autohero gesteckt werden. Gut 800 Millionen Euro erhalten die bisherigen Aktionäre. Einen solch großen Tech-Börsengang gab es seit Teamviewer im Herbst 2019 in Deutschland nicht mehr.

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