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Warnung an Brasilien : Investoren rufen zum Ende der Amazonas-Abholzung auf

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Der Regenwald des Amazonas steht nicht nur im Fokus von Umweltschützern, auch große Kapitalgeber fordern die Einhaltung von Umweltvorschriften. Bild: AFP

Mehrere Vermögensverwalter appellieren an das Land, sich an die Umweltvorschriften zu halten. Wenn nicht, könnte das zum Rückzug von Investitionen aus Unternehmen führen.

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          Investoren aus Norwegen und acht anderen Ländern haben Brasilien aufgefordert, die Abholzung im Amazonas-Gebiet zu stoppen und die Rechte indigener Völker einzuhalten. Mit großer Besorgnis verfolge man die zunehmende Abholzung in Brasilien, schrieben der norwegische Vermögensverwalter Storebrand und 28 weitere Unternehmen in einem am Dienstag veröffentlichten offenen Brief an eine Reihe von brasilianischen Botschaften.

          Die in den vergangenen Jahren eskalierende Abholzung sowie Berichte über die Aufweichung von Umweltschutz und Menschenrechte erzeugten Unsicherheiten über die Bedingungen für Investitionen in Brasilien, hieß es in dem Brief. Dazu zählten die Unternehmen auch Äußerungen des Umweltministers Ricardo Salles, denen zufolge Brasilien die Coronavirus-Pandemie nutzen sollte, um Umweltvorschriften für das Amazonas-Gebiet zu lockern. Im schlimmsten Fall könnten die Entwicklungen bedeuten, dass man seine Investitionen aus einzelnen Firmen oder Geschäftsfeldern zurückziehe, warnte Storebrand.

          Die Tropenwälder spielten eine entscheidende Rolle beim Kampf gegen den Klimawandel und dem Schutz der Artenvielfalt, stellten die Unternehmen in dem Brief fest. Eine bereits ins brasilianische Parlament eingebrachte Regelung könne im Falle einer Billigung zu einem weiteren illegalen Besetzen öffentlicher Gebiete und Abholzen der Wälder führen. Dies würde nicht nur das Überleben des Amazonas und das Erreichen der Pariser Klimaziele aufs Spiel setzen, sondern auch die Rechte von indigenen Völkern untergraben.

          Der Brief ist ein ungewöhnlicher Schritt für Finanzinvestoren. Normalerweise kommunizieren sie nicht mit Regierungen oder Behörden, sondern direkt mit den Unternehmen, in die sie investieren.

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