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Der Wald als Anlage : Das Geld wächst auf den Bäumen

Eine Frau blickt auf einen Redwood-Baum im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Bild: AP

Noch sind Waldinvestitionen ein Nischenangebot. Je brisanter die Nachhaltigkeitsdebatte wird, desto mehr rückt das Thema aber in den Blick.

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          Waldluft hilft gegen Krebs, schrieben japanische Forscher 2007. In Europa eröffnete der erste Kur- und Heilwald, in dem man das „Waldbaden“ unter Anleitung praktizieren konnte, 2016 in Usedom. Seitdem werben mehrere Wälder und Waldinhaber mit dieser Therapiemethode. Pflegeimmobilien werden in jüngster Zeit als Anlageklasse mit guten Renditechancen entdeckt. Angesichts des demographischen Wandels und einer damit erhöhten Nachfrage dürfte das Thema relevant bleiben. Ob es sich auf Wälder ausweiten wird, ist allerdings noch fraglich.

          Gregor Brunner
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Bisher wird mit Wäldern noch auf andere Weise Geld verdient – nüchtern betrachtet ist Waldfläche eine Immobilienklasse mit verschiedenen Nutzungsformen. Zunächst gibt es den klassischen Wirtschaftswald. Aus ihm wird Holz bezogen, das für den Bau, Möbel und andere Weiterverarbeitungsformen verwendet wird. Der Wirtschaftswald kann grob in zwei Anbauarten unterteilt werden: den integrativen Wald und den Plantagenwald. In ersterem wachsen Bäume gemischt und nicht strikt regelmäßig. Je nach Baumart variiert die Dauer des Wachstums und damit die Möglichkeit des Einschlags zwischen acht und 80 Jahren. Er ist etwas mühsamer zu bewirtschaften, im Zweifel aber resistenter gegen Ausfälle durch Krankheiten oder sich verändernde klimatische Bedingungen. Falls eine Baumart von solchen Schäden betroffen ist, müssen es nicht zwingend alle sein.

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