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Investmentfonds : Mit Indexaktien immer auf dem Laufenden

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XTF heißt das Segment Deutschen Börse für fortlaufend gehandelte Investmentfonds. Es erfreut sich einem stetig steigenden Anlegerinteresse.

          Eigentlich ist es der falsche Begriff: „Indexaktien“. Aber das Wort beginnt sich mehr und mehr zu etablieren, wenn es um die möglichst kurze Beschreibung so genannter Exchange Traded Funds geht. Das sind börsengehandelte Investmentfonds, die am seit nunmehr gut einem Jahr existierenden XTF-Segment der Deutschen Börse gelistet sind.

          Die Indexchange Investment AG, eine Tochter der HypoVereinsbank, ist größter Player in diesem Markt. Und zwar nicht nur am deutschen XTF-Segment, wo die Münchner rund 86 Prozent des gesamten Handelsvolumens abwickeln. Auch in Europa, wo die Exchange Traded Funds an den Börsen in London und Zürich sowie über die aus dem Zusammenschluss von Paris, Amsterdam und Brüssel entstandene Euronext gehandelt werden, wickeln die Indexchange-Leute mit einem Anteil von rund 60 Prozent am Handelsvolumen den größten Teil der Orders für börsengehandelte Fonds ab.

          Preiswert einen ganzen Markt kaufen

          Und was bringt's am Ende dem Anleger? Andreas Fehrenbach, Vorstand der Indexchange Investment AG, glaubt die richtige Formel gefunden zu haben: „Indexaktien verbinden die Vorteile anderer Anlageprodukte, ohne dass der Anleger deren Nachteile in Kauf nehmen müsste. Sie sind so günstig wie Indexzertifikate, bieten eine Risikostreuung wie herkömmliche Fonds und sind so einfach zu handeln wie Aktien.“

          Tatsächlich fahren vor allem sehr kurzfristig orientierte Anleger mit den börsengehandelten Fonds sehr viel kostengünstiger als wenn sie diese über die Fondsgesellschaft oder gar eine Bank kaufen würden. Denn einen Ausgabeaufschlag, im traditionellen Fondshandel bis zu fünf Prozent der Anlagesumme, kennen die XTF-Fonds nicht. Hier fallen lediglich die normalen Kaufgebühren wie beim Aktienhandel an. Die liegen zwischen 0,2 und 0,5 Prozent des Ordervolumens, je nachdem über welches Institut der Anleger handelt.

          Aktive und passive Formen

          Zu unterscheiden gilt es am XTF-Segment zwischen rein indexorientierten Fonds und aktiv gemanagten Aktienfonds. Bei den Indexfonds wird die Zusammensetzung täglich an die Gewichtungen der zugrunde gelegten Indizes angepasst und folgt in der Wertentwicklung diesem Börsenindex. Insgesamt sind derzeit sechzehn solcher Indexfonds über die Börse handelbar. Jeweils einen auf den Dow Jones Euro Stoxx 50-Index und den Dow Jones Stoxx 50-Index hat der amerikanische Investmentriese Merrill Lynch aufgelegt. Die Münchner Indexchange steuert 14 weitere Produkte dazu, jeweils einen auf die beiden genannten Stoxx-Indizes sowie je einen auf den Dax, den Nemax 50, den MDax und den schweizerischen SMI-Index. Hinzu kommen noch je vier Branchenindices auf den Dow Jones Euro Stoxx und Dow Jones Stoxx 600, die Sektoren Banken, Telekommunikation, Technologie und Gesundheit abdecken.

          Die aktiv gemanagten Fonds versuchen, einen von der Deutschen Börse als Referenzgröße gegenübergestellten Index zu übertreffen. Im Angebot sind derzeit elf Fonds aus dem Haus der Deutsche-Bank-Tochter DWS, die sich nicht nur auf einzelne Länder oder Regionen, sondern auch auf ausgesuchte Branchen konzentrieren.

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