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Investieren über Indexfonds : Diese ETF-Strategien zahlen sich aus

Glück oder Können? General Mills ist der größte Einzelwert im ETF für schwankungsarme Aktien. Lucky Charms ist eines von vielen Produkten aus dem Konzerns. Bild: AP

Mit Faktor-ETFs sollen Anleger für jede Marktphase einen geeigneten Indexfonds finden. In der Krise zeigt sich nun, was funktioniert – und was nicht.

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          Der ETF-Boom, der seit einigen Jahren auch die deutschen Anleger erfasst hat, treibt viele Blüten. Gefühlt wöchentlich bringen die Anbieter dieser passiven Indexfonds neue Produkte an den Markt. Unter anderem mit Strategien, die sich in verschiedenen Marktphasen bewähren sollen, haben viele ETF-Anbieter ihr Sortiment noch weiter aufgefächert. Viel falsch machen konnten Anleger dabei über lange Zeit nicht. Schließlich ging es über Jahre hinweg steil bergauf an den Aktienmärkten, und es war fast egal, welche Einzelwerte die Kunden in welcher Gewichtung in ihren ETFs liegen hatten.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch gilt das auch noch in der Krise? Spätestens seit Wladimir Putin im Februar seinen Angriffskrieg auf die Ukraine entfesselt hat, rumpelt es auch an den internationalen Finanzmärkten gewaltig. In den vergangenen Jahren waren Anleger gut damit beraten, ihr Geld einfach in eines der Dickschiffe am ETF-Markt zu investieren. Auch wenn es langweilig ist: Wer sein Geld schlicht in den Weltaktienindex MSCI World steckte, konnte sich zum Beispiel in den Jahren 2019 und 2021 über Glanzrenditen von mehr als 30 Prozent freuen, im Jahr 2020 stand immerhin noch ein Plus von mehr als 6 Prozent unterm Strich. Indexfonds, die den amerikanischen Markt über den S&P 500 abbildeten, spielten sogar noch ein bisschen höhere Gewinne ein, und das zu Gebühren, die sich immer weiter der Nulllinie nähern. Anleger mussten schon ein glückliches Händchen haben, um solche Renditen mit den meist teureren spezialisierteren ETFs zu erzielen.

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