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Interview : Fusionen und Übernahmen - Treibsätze für die Kurse

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Optimistisch für US-Aktien: David Alger Bild: Fred Alger Management

          1 Min.

          Im Gespräch mit FAZ.NET erklärt David Alger, warum 2001 aus seiner Sicht ein ausgezeichnetes Aktienjahr wird.

          Was wird die Märkte antreiben im laufenden Jahr?

          Ich denke, dass das zum einen die Zinsentwicklung sein wird. Die amerikanische Notenbank wird die Leitzinssätze in den nächsten Monaten insgesamt um weitere 100 Basispunkte zurücknehmen. In solchen Phasen ist es seit 1974 jedes Mal innerhalb von zwölf Monaten zu einem starken Anstieg der Kurse gekommen. Ein weiterer besonders wichtiger Punkt wird das Thema Fusionen und Übernahmen sein.

          Warum wird gerade dieses Thema im laufenden Jahr eine so große Rolle spielen?

          Allein die Konstellation aus niedrigen und weiter sinkenden Zinsen, vergleichsweise niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältniszahlen sowie der allgemeinen Erwartung am Markt, dass die Notenbank ein Abgleiten in eine Rezession nicht zulassen wird, reicht doch aus, um eine Übernahme oder eine Fusion interessant zu machen.

          Das kann aber doch nicht alles sein?

          Keineswegs, denn als besondere Situation in diesem Jahr kommt noch hinzu, dass amerikanische Unternehmen ab Juni erstmals den so genannten 'Goodwill' bei solchen Transaktionen nicht mehr über 40 Jahre hinweg steuerlich abschreiben müssen. Das dürfte dem Ganzen einen erheblichen Schub verleihen. Mit 'Goodwill' ist im Grunde alles das gemeint, was Markennamen, Kundenbasis und -struktur, aber auch das allgemeine Bild eines Unternehmens in der Öffentlichkeit betrifft. Und das hat in der Vergangenheit einen ganz schönen Anteil am Gesamtpreis einer Übernahme ausgemacht.

          Wer sind denn aus Ihrer Sicht entsprechende Kandidaten?

          Sie werden nicht erwarten, dass ich Ihnen hier konkrete Namen nenne. Was man sagen kann: Alles, was einen großen 'Goodwill' aufweist, was ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis hat.

          Sie haben im vergangenen Jahr klar schief gelegen mit einer überaus optimistischen Prognose für den Aktienmarkt. Was sagen Sie dazu aus heutiger Sicht?

          Ich glaube, meine Prognose-Fähigkeiten waren bis zum vorigen Jahr einfach zu gut, um auch künftig so zu bleiben. Aber jetzt im Ernst: Natürlich habe ich im vergangenen Jahr erheblich daneben gelegen mit meiner Vorhersage. Aber wenn Sie sich die Entwicklung anschauen, dann war das vierte Quartal wirklich eine sehr harte Zeit für einen Portfoliomanager. Da sieht die längerfristige Sicht erheblich besser aus: Da haben wir im Schnitt rund 20 Prozent Plus pro Jahr für unsere Anleger herausgeholt. Und das ist die Marke, an der wir uns auch künftig orientieren wollen.

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