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„Line“ aus Japan : WhatsApp-Rivale peilt größten Börsengang des Jahres an

  • Aktualisiert am

Logo des Line-Messenger aus Japan Bild: Reuters

Schon im Juli will „Line“ in New York und Tokio an die Börse. Bis zu drei Milliarden könnte der Dienst einsammeln. In Japan, Taiwan und Thailand ist Line bereits Branchenprimus.

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          Der japanische WhatsApp-Rivale Line steht vor dem größten Börsengang des Jahres. Die vor allem in Japan beliebte Messenger-Plattform werde am Kapitalmarkt wohl zwischen zwei und drei Milliarden Dollar einsammeln, sagten am Mittwoch zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Geplant sei eine gleichzeitige Notierung in Tokio und New York noch im Juli. Line hat den Gang aufs Parkett bisher nicht offiziell bestätigt. Einer anderen Person zufolge könnte der Ausgabepreis Mitte Juni bekanntgegeben werden. Line gehört dem größten südkoreanischen Webportal-Betreiber Naver

          Größter Börsengang des Jahres war bisher das Debüt des chinesischen Geldhauses Zheshang in Hongkong im März, bei dem knapp zwei Milliarden Dollar eingenommen wurden.

          Das kostenlose Line-Angebot ist für Computer wie auch Smartphones erhältlich. Über die App lassen sich Sprachnachrichten verschicken und Video-Anrufe tätigen sowie Fotos und Videos teilen. Bekannt geworden ist Line vor allem für seine Emojis wie Teddybären und Hasen, mit denen Nutzer ihre Gefühle bildhaft ausdrücken können. Die Emojis wie auch das Musik-Angebot können in der Regel nur gegen Gebühr verwendet werden.

          Analysten stellten in jüngster Zeit immer wieder den Zeitpunkt des Börsengangs in Frage und rieten dem Unternehmen, auf die Tube zu drücken. Zuletzt war das Wachstum des in Tokio ansässigen Unternehmens zurückgegangen. Der japanische Marktführer zählt auf dem Heimatmarkt 68 Millionen Nutzer. Auch in Taiwan und Thailand ist Line Branchenprimus, konnte weltweit bisher aber nicht gegen Whatsapp und den Facebook-Messenger ankommen.

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