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Emission : Eine Schule geht an die Börse

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An der Münchener Börse wird bald eine Schule aus Augsburg gehandelt. Bild: Börse München

Mit der International School Augsburg geht erstmals in Europa eine Schule an die Börse. Das Volumen ist allerdings überschaubar. Aufgrund der Gemeinnützigkeit gibt es auch keine Dividende.

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          Börsengänge waren in jüngster Zeit sehr gefragt. An der Münchner Börse versucht es jetzt mit der International School Augsburg eine Privatschule. Ab dem 23. Februar kann die Aktie (Isin: DE000A2AA1Q5) bis zum 9. März für 12,50 Euro gezeichnet werden. Die 2005 gegründete Ganztagsschule in Gersthofen ist eine Schule in englischer Schulsprache für Schüler im Alter von 3 bis 18 Jahren aus „international mobilen Familien“, die nach internationalen Bildungsstandards organisiert ist. Sie bietet den international anerkannten Abschluss des IB Diploma (International Baccalaureate als allgemeine Hochschulreife) und des IGCSE (International Certificate of Secondary Education als Mittlere Reife). 

          Intensiver Unterricht auf Deutsch und in der Muttersprache soll eine lokale Integration gewährleisten. In Bayern hat sie den Status einer  Ersatzschule in den Klassen 1-9 und einer Ergänzungsschule in Klassen 10-12. Aktuell hat die ISA rund 325 Schüler und 90 Mitarbeiter. Das eingeworbene Geld soll in den Ausbau des Schulcampus und die Erweiterung des bestehenden Bildungskonzepts fließen. Die ISA ist als „gemeinnützige Aktiengesellschaft“ eine Seltenheit am deutschen Kapitalmarkt. Ihre Erträge müssen für gemeinnützige Zwecke verwendet werden, dafür ist sie in Teilen von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit.

          „Mit dem Börsengang wollen wir finanzielle Mittel einwerben und die Öffentlichkeit sensibilisieren, dass in Deutschland verstärkt privates Kapital für hochwertige Bildung und die Bildungseinrichtungen notwendig ist“, sagt Vorstand Marcus Wagner laut Pressemitteilung. Das Besondere der gemeinnützigen AG sei, dass man steuerliche Vorteile und öffentliche Förderung nutzen könne. Überdies sei man gleichsam gezwungen, schlanke Verwaltungsstrukturen aufzuweisen. Es gebe zwar keine Dividende, aber Aktionäre könnten an der langfristigen Wertsteigerung des Unternehmens partizipieren.

          Die ISA erhöht mit dem Börsengang das Grundkapital von 3, 26 Millionen Euro durch die Ausgabe von bis zu 639.580 neuen Aktien auf bis zu 9,7 Millionen Euro erhöhen. Dabei können die Altaktionäre im Verhältnis 1:2 Aktien beziehen, der Rest fließt in die öffentliche  Zeichnung an der Börse München sowie eine Eigenemission. Die Gesellschaft strebt einen Bruttoemissionserlös von knapp 8 Millionen  Euro an.

          In dem im August zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2019/20 hat die ISA etwa wie im Vorjahr rund 6,2 Millionen Euro umgesetzt. Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 160.000 Euro nach einem Gewinn in derselben Höhe im Jahr davor. Zu den Großaktionären zählen die Bernhard Kessel vom bayerischen Pumpenbauer Kessel und dessen Stiftung sowie Alfred Kolb, Inhaber der Andreas Schmid Logistik und der Förderverein der Wirtschaftsregion Augsburg .

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