https://www.faz.net/aktuell/finanzen/inflation-und-aktien-was-anleger-aus-der-geschichte-lernen-koennen-18224597.html

Inflation und Energiekrise : Können Anleger aus der Geschichte lernen?

Bild: Fotos Picture Alliance (4), BPK/Bearbeitung F.A.S.

Inflation, Energiekrise, fallende Kurse: All das gab es schon mal. Trotzdem fällt es uns schwer, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Können wir aus der Wirtschaftsgeschichte lernen?

          5 Min.

          Hohe Inflationsraten, eine Energiekrise, weltwirtschaftliche Schwächen und fallende Aktienkurse: All das erleben wir in Deutschland nicht zum ersten Mal. Wobei die Formulierung nicht ganz korrekt gewählt ist: Denn obwohl es in Deutschland Jahre sehr hoher Inflation gab und dramatische Energiekrisen, so haben doch viele Menschen diese Erfahrungen nicht am eigenen Leib gemacht. 1923, das Jahr der Hyperinflation, kennen fast alle heute Lebenden nur noch aus den Geschichtsbüchern. Auch der Ölpreisschock der 1970er-Jahre ist nur noch den Älteren im Gedächtnis. Selbst die Erinnerung an die Finanzkrise der Jahre 2008/2009 verblasst allmählich. Aus der Finanzbranche ist häufig zu hören, dass die wenigsten der überwiegend jungen Trader im Handelssaal jemals längere Zeit mit fallenden Aktienkursen konfrontiert gewesen seien.

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Womit wir bei zwei zentralen Fragen sind, die nicht nur Wirtschaftshistoriker umtreiben, sondern die für jeden Einzelnen derzeit von hoher Bedeutung sind: Ist es wichtig, bestimmte Erfahrungen selbst zu machen, um die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen? Und könnte das, wenn man die Frage bejaht, am Ende nicht sogar bedeuten, dass wir unfähig sind, aus der Wirtschaftsgeschichte zu lernen?

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schule für das Leben: Ball der Waffenbrüderschaft im November 1987 in der MfS-Bezirksverwaltung Dresden

          Putin in der DDR : Eine gute Schule für das Leben

          Fünf Jahre arbeitete Wladimir Putin als KGB-Offizier in Dresden. Stasi-Unterlagen aus dieser Zeit verraten mehr über den russischen Präsidenten, als diesem lieb sein dürfte. Ein Gastbeitrag.
          „Es reicht aus, wenn man die Muskulatur zweimal die Woche trainiert“, sagt Jürgen Gießing.

          Experte über Krafttraining : Das sind die besten Muskel-Übungen!

          Krafttraining ist gesund – auch im hohen Alter. Ein Experte erklärt, worauf es dabei ankommt, warnt vor den häufigsten Fehlern und verrät, warum regelmäßiges Training sogar das Krebsrisiko reduziert.
          Putin tritt auf dem roten Platz bei einem „Jubelkonzert“ zur Annexion der vier ukrainischen Gebiete auf

          Die Lage in der Ukraine : Für Putin gewonnen, im Felde zerronnen

          Moskau arbeitet das Annexionsprogramm einträchtig ab. Wegen der militärischen Lage mehrt sich derweil die Kritik an der militärischen Führung – unterhalb des Präsidenten. Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit wächst.