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Lira mit Kursverlusten : Türkische Zentralbank lässt Leitzins weiter bei 24 Prozent

  • Aktualisiert am

Istanbul: Die Wirtschaft der Türkei steckt in einer Krise. Bild: dpa

Die Notenbank der Türkei hat die Zinsen trotz einer anhaltend schwachen heimischen Währung und einer hohen Inflationsrate nicht verändert. Der Lira-Kurs reagiert sofort.

          Die türkische Notenbank hat die Zinsen trotz einer anhaltend schwachen türkischen Lira und einer hohen Inflationsrate nicht verändert. Wie die Zentralbank am Donnerstag nach der Zinssitzung mitteilte, bleibt der Leitzins weiter bei 24 Prozent. Analysten hatten diese Entscheidung erwartet. Allerdings zog die Notenbank die Aussage zurück, dass sie - falls notwendig - zu einer weiteren Zinserhöhung bereit sei.

          Im September 2018 hatte die Zentralbank den Leitzins zuletzt angehoben, damals mit einem überraschend starken Zinsschritt um 6,25 Prozentpunkte. Die Türkei leidet seit geraumer Zeit unter einer hohen Inflation. Nach jüngsten Daten hatte sie im März bei knapp 20 Prozent gelegen. Im vergangenen Jahr war die Teuerungsrate zeitweise bis auf 25 Prozent gestiegen.

          Die Landeswährung Lira reagierte mit Kursverlusten auf die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank. Am Mittag wurde ein amerikanischer Dollar für 5,95 Lira gehandelt. Der Verlust der Lira seit Jahresbeginn beträgt 10 Prozent. Analysten zufolge zeigt der Kursrutsch der türkischen Währung, dass immer mehr Investoren Kapital aus dem Land am Bosporus abziehen.

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