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Sensex über 50.000 Punkten : Indischer Börsenindex steigt auf Rekordstand

  • Aktualisiert am

50.000 Punkte: Mitarbeiter der Börse Mumbai feiern den Sensex-Rekord mit Luftballons. Bild: AFP

Die internationalen Börsen steigen angesichts der Vereidigung des neuen amerikanischen Präsidenten – in Indien gibt es sogar einen Indexrekord. Und in Europa warten Anleger auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank.

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          Die europäischen und internationalen Finanzmärkte reagieren positiv auf die Amtsübernahme durch den neuen amerikanischen Präsidenten Joe Biden. Anleger hoffen, dass Biden zumindest einen großen Teil seines geplanten billionenschweren Konjunkturpakets umsetzen kann. Zudem setzt er bei den globalen Herausforderungen der Corona-Pandemie und des Klimawandels wieder auf internationale Zusammenarbeit.

          Der Sensex-Index in Mumbai setzte seine Rekordjagd fort und sprang erstmals über die Marke von 50.000 Punkten. Im späten Handel notierte das wichtigste indische Börsenbarometer 0,7 Prozent höher bei gut 50.140 Punkten. Ausländische Fonds sind in der Hoffnung auf eine starke wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie weiter in dem Markt aktiv. Sie setzen darauf, dass die Unternehmensgewinne wieder anziehen, nachdem der landesweite Lockdown weitgehend aufgehoben wurde.

          Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong hatte in dem Umfeld nach Bidens-Vereidigung seine jüngste Rally zunächst fortgesetzt und erstmals seit Mai 2019 wieder die runde Marke von 30.000 Punkten überwunden, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Zuletzt stand ein Minus von 0,46 Prozent zu Buche.

          Der CSI-300-Index , der die 300 größten Unternehmen der chinesischen Festlandsbörsen beinhaltet, schloss 1,62 Prozent im Plus. Mit einem Anstieg um knapp sieben Prozent seit Jahresbeginn stellt er die wichtigsten Indizes in den Vereinigten Staaten und in Europa bereits in den Schatten.

          In Tokio verabschiedete sich der japanische Leitindex Nikkei 225 0,82 Prozent höher mit 28.756 Punkten aus dem Handel. Besonders hohe Gewinne verzeichneten dort Aktien aus den Bereichen Kommunikationsdienstleistungen und Gesundheitswesen.

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          Mit Rückenwind von der Wall Street und den anderen internationalen Börsen hat sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag weiter nach oben bewegt. Der Dax kletterte zum Handelsauftakt um 0,6 Prozent auf 14.008 Punkte, nachdem der friedliche Machtwechsel im Weißen Haus weltweit für Erleichterung sorgte. Zudem hievte die Hoffnung, dass der neue Präsident Biden ein neues Corona-Hilfspaket auf den Weg bringen dürfte, die New Yorker Börsen auf neue Rekordhöhen.

          Vor der Sitzung der Europäischen Sitzung (EZB) hielten sich die Anleger in Europa allerdings zurück. Die Notenbank werde zwar die Füße still halten, prognostizierte Frank Dixmier, Anleihechef des Vermögensverwalters Allianz Global Investors. „Gleichwohl dürfte die EZB ihren Willen und ihre Fähigkeit bekräftigen, alle ihre zur Verfügung stehenden Instrumente anzupassen, um das Ziel günstiger Finanzierungsbedingungen in der Euro-Zone zu erreichen.“

          Ob die Börsen in den kommenden Wochen ihren Schwung behielten, dürfte vor allem auch davon abhängen, wie schnell der frisch ins Amt gehobene amerikanische Präsident seine ehrgeizigen Ausgabenpläne umsetzen kann. Die Aussicht auf weitere Konjunkturpakete hatte die Wall Street am Mittwoch auf neue Rekordstände geschoben. Zudem geht die Bilanzsaison in Amerika in die nächste Runde.

          Bei den Dax-Werten standen die Autotitel hoch in der Gunst der Anleger. Daimler-Aktien rangierten mit einem Plus von 1,6 Prozent an der Index-Spitze. Ebenfalls deutlich im Plus lagen die Papiere von Hellofresh und Zooplus, die Händlern zufolge angesichts verlängerter Corona-Beschränkungen von Investoren stärker gesucht waren.

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