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F.A.Z. Exklusiv : In Postbankfilialen fallen 300 Stellen weg

Postbank-Filiale Bild: EPA

Die Deutsche Bank teilt ihren Mitarbeitern Details zur Sparkur in der Postbank mit. Vor allem in Städten sollen viele Zweigstellen schließen.

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          Die Deutsche Bank macht ernst mit der Sparkur in den Postbankfilialen. Zusätzliche 300 Stellen sollen durch die vorgezogene Schließung von Zweigstellen bis Ende 2023 wegfallen. Das geht aus einem Schreiben vom Leiter des Privatkundengeschäfts, Philipp Gossow, an seine Mitarbeiter hervor, dass der F.A.Z. vorliegt. Demnach sollen „vor allem rund 300 Schalterarbeitsplätze“ gestrichen werden. Dafür wolle die Bank Altersfluktuation, Vorruhestandsregelungen und gegebenenfalls auch Aufhebungsvereinbarungen nutzen, heißt es weiter. Die Stellen Kundenberatern sollen vollständig erhalten bleiben. Sie sollen mit ihrem Kundenbestand in benachbarte Filialen umziehen.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Deutsche Bank deutlich schneller als bisher geplant das Filialnetz der Postbank ausdünnen wird.  Bis Ende 2023 soll die Zahl der Postbank-Geschäftsstellen von derzeit etwa 750 auf rund 550 sinken. Dass davon nun vergleichsweise wenige Mitarbeiter betroffen sind, liegt dem Vernehmen nach daran, dass viele städtische Filialen mit wenigen Beschäftigten auf der Streichliste stehen.

          Im Frühjahr hatte die Bank schon einen Interessenausgleich mit ihren Mitarbeitern im Filialgeschäft in Deutschland geschlossen, der einen weitaus größeren Abbau vorgesehen hatte: Demnach sollten 1190 Arbeitsplätze verloren gehen, wenn wie damals geplant bis Ende 2021 von derzeit 497 Deutsche-Bank-Filialen 97 und bis Ende 2022 jedes Jahr 50 von 800 Filialen der Postbank geschlossen werden sollten.

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