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Neuer Weltranglistenführer : In dieser Stadt leben die meisten Superreichen

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Eine Szene aus dem Film „Crazy Rich Asians“, der derzeit in den Kinos läuft. Der Film liegt gar nicht so weit vor der Realität entfernt. Bild: Warner Bros.

Wer über 30 Millionen Dollar besitzt, gilt als superreicher Mensch. Wo deren Anteil an der Bevölkerung am höchsten ist, zeigt eine neue Studie. Es ist nicht mehr New York.

          Die Schönen und Reichen tummeln sich bekanntlich gerne an denselben Orten. Zuletzt war es die Stadt New York, die die höchste Dichte an Menschen mit einem Vermögen über 30 Millionen Dollar (rund 26 Millionen Euro) aufweisen konnte.  Ab dieser Summe gelten Menschen als „Ultra high-net-worth individuals“ (UHNWI), also als überdurchschnittlich reich. 

          Nun wurde der „Big Apple“ aber von einer anderen Millionenmetropole überholt: Laut einer aktuellen Untersuchung der Datenagentur Wealth X lebten im Jahr 2017 in Hongkong die meisten Superreichen. 10.010 Einwohner der einstigen britischen Kolonie verfügten demnach über ein Vermögen, das über der genannten Grenze lag – ein Anstieg um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

          In New York fanden sich indes „nur“ noch rund 9000 Menschen mit einem Vermögen über 30 Millionen Dollar. Den dritten Platz belegte Tokio, während sich Paris und London um die europäische Krone stritten. Die französische Hauptstadt verzeichnete einen Anstieg von 17 Prozent und konnte die britische Finanzmetropole knapp abhängen. Das begründen die Autoren mit den Unsicherheiten um den geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU. Aus Deutschland schaffte es indes keine Stadt unter die Top 10. Das liege daran, dass sich in der Bundesrepublik das Vermögen gleichmäßiger über das Land verteile, als anderswo, so die Autoren.

          In Europa wuchs die Zahl der Vermögenden um knapp 13 Prozent und damit schneller als in Amerika. Der Vorsprung auf Asien verringerte sich. Im Ranking der Länder mit den meisten Superreichen belegte weiterhin Amerika den ersten Platz, gefolgt von Japan, China und schließlich Deutschland auf Rang Vier. Hier leben 15.080 Menschen mit über 30 Millionen Dollar Vermögen. Damit bleibt die größte Volkswirtschaft Europas weiterhin vor seinen stärksten Herausforderern Frankreich und Großbritannien.

          35 Prozent in Bargeld

          Weltweit ist die Anzahl der Superreichen im vergangenen Jahr ebenso um 13 Prozent gewachsen, heißt es in dem Bericht. In allen Weltregionen habe die Zahl der Ultra-Vermögenden demnach zugenommen, was die Autoren auf die gute Konjunktur zurückführen. 256.000 Menschen versammeln jetzt ein Vermögen von mehr als 31 Billion Dollar auf sich. Asien verzeichnete die steilste Wachstumskurve, getrieben vor allem von dem chinesischen Festland und Hongkong. Der Anteil asiatischer Menschen mit einem Vermögen über 30 Millionen Dollar an der Weltbevölkerung liege nun bei einem Viertel. Vor einem Jahrzehnt seien es noch 18 Prozent gewesen.

          Obwohl China Platz Drei der Länder mit den meisten Superreichen belegt, findet sich keine Stadt des chinesischen Festlandes unter den Top 10. Den Grund dafür sehen die Analysten in der Zerstreuung des Vermögens über das Milliardenreich. Das zeige sich auch darin, dass 26 der 30 Städte, in denen der Anteil an Superreichen am schnellsten zugenommen hat, in China liegen.

          Unter den Vermögenden befanden sich im vergangenen Jahr indes auch 35.000 Frauen, ein Rekordanteil von 14 Prozent. Die Studie fand außerdem heraus, dass Superreiche 35 Prozent ihres Vermögens in liquider Form, also zum Beispiel in Bargeld, halten. Private Beteiligungen machen 32 Prozent aus, öffentliche 26 Prozent. Andere Investitionsarten, wie zum Beispiel Immobilien, Kunstobjekte oder Yachten kamen auf 7 Prozent des Gesamtvermögens.

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