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Immobilienmarkt in der Krise : Ein Umzug will jetzt gut überlegt sein

Wer hat, der hat: Wohnungsbesitzer im Frankfurter Nordend müssen so schnell keinen Wertverfall fürchten. Bild: Rumpenhorst, Frank

Der Wohnungsmarkt in Frankfurt kommt bisher stabil durch die Corona-Krise. Anbieter von Büroflächen und Geschäftsräumen haben es schwerer.

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          Kommt nun also der große Einbruch? Bringt ein Virus die Preisblase auf dem Wohnungsmarkt zum Platzen? Wahrscheinlich nicht. Einzelne Marktbeobachter wie das Forschungsinstitut Empirica rechnen zwar damit, dass die Kaufpreise in den nächsten Monaten um zehn bis 25 Prozent nachgeben werden. Aber das sei nur eine „Delle“, heißt es, denn nach der Krise gehe es wieder bergauf. Und die Mieten gäben noch weniger und wohl nur für kurze Zeit nach.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Rainer Ballwanz hält selbst diese Prognose für gewagt. Der Frankfurter Immobilienmakler rechnet nicht mit einem starken Preisrückgang. Denn Frankfurt habe eine sehr niedrige Eigentumsquote von weniger als 20 Prozent und einen großen Nachfrageüberhang. Immerhin ist die Bevölkerung in den vergangenen Jahren viel stärker gewachsen als das Angebot. Ballwanz erwartet keinen Corona-Effekt: „An große Preisabschläge glaube ich nicht.“ Allenfalls die „unrealistischen Preisspitzen“ dürften nicht mehr erreicht werden.

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