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Immobilien-Kommentar : Für Mieter kein Trost

Der langjährige deutsche Immobilienaufschwung schwächt sich offenbar ab. Ob das Wohnen in Großstädten nun billiger wird, bedeutet das aber nicht, im Gegenteil.

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          Der langjährige deutsche Immobilienaufschwung scheint sich abzuschwächen. Es häufen sich jedenfalls Meldungen, nach denen Investoren in den großen Metropolen vorsichtiger werden.

          Das könnte damit zu tun haben, dass die Wohnungspreise über die Jahre so stark gestiegen sind, dass Deutschland zumindest in seinen großen Städten inzwischen nicht mehr als billiges Schnäppchen für ausländische Großanleger gilt. Zumindest für Investitionen in Wohnungen dürfte auch eine Rolle spielen, dass die Politik zunehmend Druck auf den Markt ausübt, etwa durch Steuererhöhungen oder Mietbegrenzungen. Das macht Immobilieninvestitionen nicht attraktiver. Zudem zeichnen sich Zinserhöhungen ab, die alternative Anlagen begünstigen.

          Nach dem kräftigen Aufschwung am Immobilienmarkt könnte also eine ruhigere Phase folgen. Das bedeutet aber nicht, dass die Mieten jetzt nicht mehr steigen. Vielmehr könnten geringere Investitionen dazu führen, dass das Ungleichgewicht zwischen starker Mieternachfrage und geringem Wohnungsangebot in den großen deutschen Städten noch zunimmt – mit der Folge, dass die Wohnkosten weiter steigen.

          Michael Psotta

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Immobilienteil.

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