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Textilindustrie : Hugo Boss nach gutem Ausblick gefragt

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Bild: Reuters

Der Modekonzern Hugo Boss macht bei der Sanierung Fortschritte. Für viele Anleger ein Grund, die Aktie zu kaufen.

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          Ein optimistischerer Umsatzausblick von Hugo Boss hat den Hoffnungen der Anleger auf eine erfolgreiche Trendwende des im Umbau steckenden Modekonzern neue Nahrung gegeben. Analyst Andreas Riemann von der Commerzbank sieht vor allem das Wachstum in den eigenen Läden positiv, das sich flächen- und währungsbereinigt beschleunigt habe. Der Kurs der Hugo-Boss-Aktie stieg bis zum Donnerstagmittag um 6,2 Prozent auf 79,79 Euro.

          Mehr hatten sie zuletzt vor rund zwei Jahren gekostet. Damals befand sich der Kurs angesichts der Probleme des Konzerns bereits in einem Abwärtstrend. Zum Vergleich: Im April 2015 hatten die Papiere bei 120,40 Euro noch ein Rekordhoch erreicht. Bis Juli 2016 ging es dann bis auf 46 Euro nach unten.

          Gründe des Kursverfalls waren schlecht laufende Geschäfte infolge hausgemachter Probleme sowie einer Flaute in der Textilbranche gewesen. Der Konzern reagierte mit einem Managementwechsel, die Marke wurde neu positioniert und etliche Läden dicht gemacht.

          HUGO BOSS AG NA O.N.

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          Inzwischen trägt der Umbau Früchte. Mehr Besucher und steigende Umsätze in den eigenen Läden sorgen nun für mehr Zuversicht. 2017 peilt das Unternehmen einen währungsbereinigten Erlösanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich an. Bislang war Hugo Boss von einer weitgehend stabilen Entwicklung ausgegangen.

          Analyst Christian Salis von der Privatbank Hauck & Aufhäuser ist optimistisch, dass es mit mit Hugo Boss weiter bergauf geht. Der Konzernumbau sollte sich gegen Ende 2018 erst so richtig bemerkbar machen, schrieb er in einer Studie und verwies dabei auf weitere Initiativen wie die neue Markenstrategie. Salis hob sein Kursziel von 83 auf 85 Euro an und bekräftigte seine Kaufempfehlung.

          Damit zählt Salis zu den größten Optimisten der Experten. Die Schweizer Großbank UBS beließ ihr Urteil zur Aktie auf „Verkaufen“ mit einem Kursziel von 56 Euro. Das operative Ergebnis habe seine Prognose um 3 Prozent verfehlt, schreibt Analyst Fred Speirs.

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