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Kandidat für den Dax : Hohe Nachfrage nach Covestro Aktien

Kann sich über die Kursentwicklung kaum beschweren: Die ehemalige Bayer-Kunststoffsparte Covestro. Bild: dpa

Erfolgreich hat Bayer seine Beteiligung an der ehemaligen Chemie-Tochtergesellschaft Covestro verringert. Bald könnte auch Covestro im Dax sein.

          Der Bayer-Konzern hat seinen am Vorabend angekündigten Verkauf weiterer Covestro-Aktien erfolgreich über die Bühne gebracht. Für das 10,4 Prozent der Aktien ausmachende Paket erlöste der Pharma- und Agrarchemiekonzern bei einem Kurs von 86,25 Euro einen Betrag von 1,8 Milliarden Euro. Angesichts des starken Interesses der Investoren lag das Plazierungsvolumen auch deutlich über den zunächst angestrebten 1,5 Milliarden Euro.

          Brigitte Koch

          Wirtschaftskorrespondentin in Düsseldorf.

          Das Angebot hatte sich ausschließlich an institutionelle Investoren gerichtet. Die ehemalige Großaktionärin Bayer, die ihre Chemie-Tochtergesellschaft im Herbst 2015 zu einem Preis von 24 Euro je Aktie an die Börse gebracht hatte, hält jetzt noch 14,2 Prozent der Aktien. Weitere 8,9 Prozent liegen bei dem Bayer Pensions-Fonds. Mit dem deutlich gestiegenen Streubesitz steigen nach Analysteneinschätzung jetzt die Chancen für Covestro, vom Mittelwerteindex M-Dax in den Leitindex Dax aufzusteigen.

          COVESTRO AG O.N.

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          Nach anfänglichen Einbußen gewann der Kurs der Covestro-Aktie im Vormittagsverlauf denn auch knapp ein Prozent auf Werte um 87,50 Euro. Bayer hat sich seit dem vergangenen Frühjahr in mehreren Schritten von dem Chemiekonzern getrennt und dabei bisher insgesamt rund 6,5 Milliarden Euro eingestrichen.

          Nun gilt zunächst eine Stillhalteperiode von 90 Tagen, während der keine keinen Aktien plaziert werden dürfen. Mittelfristig will sich Bayer vollständig aus dem Engagement zurückziehen. Die Erlöse aus den Verkäufen werden dazu beitragen, die geplante 66 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Monsanto zu stemmen. Marktbeobachter erwarten, dass die schon angekündigte Kapitalerhöhung angesichts der Plazierungserfolge niedriger als zunächst erwartet ausfallen dürfte.

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