https://www.faz.net/-gv6-9f0a9

Teures Wohnen : Hohe Hauspreise befeuern Debatte um Immobilienblase

Es wird neugebaut und renoviert, die Miete erhöht: Vor allen in Deutschlands Großstädten steigen die Preise derart stark, dass eine platzende Immobilienblase nicht mehr unmöglich scheint. Bild: dpa

Die Bankenaufsicht findet die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland „beunruhigend“. Eine Bank sieht zwei Städte besonders gefährdet. Doch, was ist dran an dieser Diskussion?

          3 Min.

          Die Entwicklung der Immobilienpreise in den deutschen Ballungszentren ist weiter rasant. Das befeuert die Debatte, ob in Deutschland womöglich eine Immobilienblase entstanden sein könnte. Beispiel Frankfurt: Dort haben sich die Preise für Häuser und Wohnungen in der Mehrzahl der Stadtteile in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt, wie eine Wohnungsmarktanalyse des Beratungsunternehmens Immoconcept zeigt. Die Preise stiegen zuletzt sprunghaft: Demnach kostete ein Quadratmeter Ende Juli 2018 im Schnitt 4640 Euro – gut 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In den gerade neu entstehenden Wohntürmen in der Frankfurter Innenstadt ließen sich Wohnungen sogar zu Preisen von mehr als 10.000 Euro je Quadratmeter verkaufen.

          Je mehr die Preise in den deutschen Ballungsräumen steigen, desto stärker kommt auch die Debatte wieder auf, ob Deutschland sich längst in einer Immobilienblase befindet oder zumindest kurz davor steht, in eine hineinzugeraten. Die Schweizer Großbank UBS jedenfalls sieht die Städte Frankfurt und München in ihrer Rangliste der Großstädte aus aller Welt, die hinsichtlich einer Immobilienblase gefährdet sein könnten, relativ weit oben (siehe Grafik). Die im internationalen Vergleich dann eigentlich doch eher beschaulichen Städte rangieren da noch vor beispielsweise New York und Tokio. Frankfurt liegt auf dem zehnten Platz in der Welt, München sogar auf Platz zwei hinter dem schillernden Hongkong.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          In Berlin wird fleißig gebaut: Die kommunalen Gesellschaften in Berlin haben 2019 4608 Wohnungen fertiggestellt und damit ein Viertel mehr als im Jahr zuvor.

          Ultimatum bis Montag : Berliner Wohnungssumpf

          Baustadtrat Florian Schmidt galt als Robin Hood der Mieter. Nun soll er wichtige Akten manipuliert haben. Das kann auch für die Landesregierung gefährlich werden.