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Bald wieder 2,5 Prozent : Werden die höheren Zinsen zu einer Falle für Sparer?

Im Juli will die EZB zum ersten Mal seit elf Jahren die Zinsen erhöhen. Doch wie geht es danach weiter? Bild: Ilkay Karakurt

Nicht nur die EZB hebt die Zinsen an. Auch bei vielen Banken steigen die Zinssätze. Was ist bald wieder drin fürs Ersparte? Und wo müssen Sparer aufpassen?

          3 Min.

          Es wird ein historischer Augenblick, wenn an diesem Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) zum ersten Mal seit elf Jahren die Leitzinsen anhebt. Viele Zinsen, mit denen Verbraucher zu tun haben, sind allerdings zuletzt schon etwas gestiegen – und das dürfte noch weitergehen, wie das Internetportal Check 24 am Dienstag in einer Studie schreibt. „Klassische Geldanlagen, wie Tagesgeld- oder Festgeldkonten werden im Zuge der Zinswende attraktiver werden“, sagte Moritz Felde, Geschäftsführer Finanzservice bei Check 24. Erste Banken hätten die Zinsen insbesondere für kurze, aber auch für mittlere Laufzeiten erhöht. „Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend im Jahresverlauf fortsetzt und möglicherweise beschleunigt – zweieinhalb Prozent und mehr Zinsen für ein zweijähriges Festgeld könnten bald wieder möglich sein.“

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zumindest in diese Richtung hatten sich zuletzt die Zinssätze insbesondere von ausländischen Instituten, die in Deutschland Spargelder einsammeln wollen, aber auch von weniger bekannten deutschen Instituten wie der SWK Südwest-Kreditbank entwickelt. Zum Teil kann es gerade bei Instituten ohne deutsche Einlagensicherung dabei höhere Risiken geben. Aber selbst bei den Sparkassen steigen die Zinsen wieder.

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