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Aktie im Fokus : Höher gestecktes Ergebnisziel treibt Volkswagen an

  • Aktualisiert am

Volkswagen ID.6 X wird in China gezeigt. Bild: Reuters

Die Quartalszahlen waren stark. Wie geht es mit der VW-Aktie weiter?

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          Starke Quartalszahlen und ein angehobenes Ziel für das Jahresergebnis 2021 haben die Aktionäre von Volkswagen am Donnerstag nicht so recht überzeugt, weiter zuzugreifen. Nach einem anfänglichen Kurssprung pendelten die Papiere zwischen Gewinnen und Verlusten. Zuletzt ging es um ein halbes Prozent hoch auf 219,50 Euro. So müssen sich die Wolfsburger mit bereits hohen Erwartungen messen. Trotz des jüngsten Rückschlags vom Mehrjahreshoch über 250 Euro summieren sich die Kursgewinne im laufenden Jahr immer noch auf rund 44 Prozent, was mit Abstand den ersten Platz im Dax bedeutet.

          Wie VW am Morgen mitteilte, konnte der Konzern dank der Erholung der Automärkte im ersten Quartal seinen Gewinn vervielfachen. Mit seinem operativen Ergebnis lag er zudem - wie von Analysten im Schnitt erwartet – auch wieder auf dem Niveau vor der Krise vor zwei Jahren.

          Entsprechend schraubte das Management um Konzernchef Herbert Diess die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr hoch. 2021 soll die operative Marge nun bei 5,5 bis 7,0 Prozent liegen. Analysten rechneten allerdings zuletzt bereits mit Werten über 7 Prozent. Auch beim Nettomittelzufluss aus dem Automobilgeschäft, der wegen der Dividenden von Anlegern besonders beachtet wird, wurde VW optimistischer und erwartet nun einen starken Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

          Die ersten Analysten äußerten sich positiv über das Zahlenwerk und den Ausblick. So schrieb etwa Jefferies-Fachmann Philippe Houchois in einer ersten Reaktion: Einem klassischen Muster folgend habe der Autobauer die Erwartungen übertroffen und die Ergebnisprognose erhöht. Zudem verwies er darauf, dass die „Bilanzsanierung in vollem Gange“ sei.

          JP Morgan-Analyst Jose Asumendi fokussierte sich in seiner Schnelleinschätzung vor allem auf den Gewinnausblick 2021. Dieser sei „solide, trotz der Probleme in den Halbleiter-Lieferketten“, schrieb er. Und auch NordLB-Analyst Frank Schwope sieht dies so. „Starke Zahlen trotz Pandemie und Chip-Mangel“ titelte er und verwies dabei vor allem auf die dahinter stehende Kraft China. „Auch im ersten Quartal 2021 ist das enorme Auslieferungsplus von 21,2 Prozent fast allein auf das Reich der Mitte zurückzuführen. Ohne China hätte das Wachstum lediglich bei 3,5 Prozent gelegen“, resümierte er.

          Dennoch sei nicht alles nur auf die Asiaten zurückzuführen, denn „das außerhalb Chinas erzielte operative Ergebnis entwickelte sich trotz Pandemie und Chip-Mangel auch sehr stark“. Volkswagen, so fügte Schwope in diesem Zusammenhang zugleich an, sei in Sachen Elektromobilität weiter als die meisten Mitbewerber.

          „Auch wenn die Elektroauto-Auslieferungszahlen im letzten Jahr mit lediglich 231.600 enttäuschten, sollte der Volkswagen-Konzern die Verkaufszahlen der E-Fahrzeuge dieses Jahr mehr als verdoppeln können.“ Er rechne für 2021 mit Auslieferungen batterieelektrischer Fahrzeuge zwischen 500.000 und 700.000. Im Jahr darauf könnte der VW-Konzern dann hier auf Augenhöhe mit Tesla liegen, auch wenn beide mit dem E-Autoverkauf wohl noch nicht unbedingt Gewinne erzielen dürften.

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