https://www.faz.net/-gv6-7nju2

Hochfrequenzhandel : Millisekundenhändler unter Druck

  • -Aktualisiert am

Hochfrequenzhändler haben gegen gutes Geld Informationsvorsprünge vor anderen Marktteilnehmern erhalten. Das widerspricht den fundamentalen Vorstellungen fairer Märkte.

          Über den Hochfrequenzhändlern an der Wall Street brauen sich dunkle Wolken zusammen. Alle wichtigen amerikanischen Aufsichtsbehörden haben die Praktiken der superschnellen Computerhändler, die Wertpapiere im Millisekundentakt handeln, mittlerweile im Visier. Das deutet darauf hin, dass die Regulierung der jungen Branche, die die amerikanischen Aktienmärkte dominiert, verschärft werden wird.

          Es geht dabei keineswegs um Technikfeindlichkeit, sondern vor allem um Fairness an den Märkten. Nach und nach kommt heraus, dass Börsen und Informationsdienste den Hochfrequenzhändlern gegen gutes Geld Informationsvorsprünge gegenüber anderen Marktteilnehmern eingeräumt haben. Das widerspricht den fundamentalen Vorstellungen fairer Märkte, für die die Börsenaufseher sorgen sollen.

          Seit sich der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman für die Angelegenheit interessiert, machen diese Dienstleister - unter anderem Thomson Reuters und Warren Buffetts Business Wire - nach und nach einen Rückzieher. Eigentlich wäre es die Aufgabe der Börsenaufsicht SEC, solche Dinge abzustellen. Der New Yorker Schneiderman macht der Bundesbehörde aus Washington nun Beine. Wettbewerb belebt auch unter Aufsehern das Geschäft.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Folgen:

          Topmeldungen

          Trotz Reform : Viele Sparer müssen weiter Soli zahlen

          Für die meisten Bundesbürger soll der Solidaritätszuschlag ab 2021 entfallen, sagt Finanzminister Scholz. Was er verschweigt: Für den Großteil der Sparer und Anleger gilt das nicht – und das sind nicht nur Großverdiener.
          Disqualifiziert: Charlotte Dujardin.

          Blut am Pferd bei der EM : „Ich bin total niedergeschmettert“

          Charlotte Dujardin übertreibt bei der Dressur-EM den Sporen-Einsatz und ist selbst erschüttert. Im Fell ihrer Stute zeigt sich eine Wunde, die Reiterin wird disqualifiziert. Nun stellt sich vor allem eine Frage.

          Auch Mazda steigt aus : Carsharing fährt gegen die Wand

          Es soll eine Lösung für urbane Mobilität sein: Doch Carsharing rechnet sich nicht. Und nicht nur das: Die Autos kämen oft auch verdreckt oder beschädigt zurück, klagen die Anbieter. Jetzt gibt auch Mazda auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.