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Hochfrequenzhandel : Millisekundenhändler unter Druck

  • -Aktualisiert am

Hochfrequenzhändler haben gegen gutes Geld Informationsvorsprünge vor anderen Marktteilnehmern erhalten. Das widerspricht den fundamentalen Vorstellungen fairer Märkte.

          Über den Hochfrequenzhändlern an der Wall Street brauen sich dunkle Wolken zusammen. Alle wichtigen amerikanischen Aufsichtsbehörden haben die Praktiken der superschnellen Computerhändler, die Wertpapiere im Millisekundentakt handeln, mittlerweile im Visier. Das deutet darauf hin, dass die Regulierung der jungen Branche, die die amerikanischen Aktienmärkte dominiert, verschärft werden wird.

          Es geht dabei keineswegs um Technikfeindlichkeit, sondern vor allem um Fairness an den Märkten. Nach und nach kommt heraus, dass Börsen und Informationsdienste den Hochfrequenzhändlern gegen gutes Geld Informationsvorsprünge gegenüber anderen Marktteilnehmern eingeräumt haben. Das widerspricht den fundamentalen Vorstellungen fairer Märkte, für die die Börsenaufseher sorgen sollen.

          Seit sich der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman für die Angelegenheit interessiert, machen diese Dienstleister - unter anderem Thomson Reuters und Warren Buffetts Business Wire - nach und nach einen Rückzieher. Eigentlich wäre es die Aufgabe der Börsenaufsicht SEC, solche Dinge abzustellen. Der New Yorker Schneiderman macht der Bundesbehörde aus Washington nun Beine. Wettbewerb belebt auch unter Aufsehern das Geschäft.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

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