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Börsengang : Hoch dreistelliger Millionenerlös für Ionos kalkuliert

In Frankfurt steht Anfang Februar der erste größere Börsengang des Jahres an. Bild: dpa

Der voraussichtlich erste große deutsche Börsengang des Jahres soll in der Woche des 6. Februar stattfinden: Der Web-Dienstleister Ionos strebt dann nach F.A.Z.-Informationen an die Börse.

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          Der voraussichtlich erste große deutsche Börsengang des Jahres soll nach aktueller Planung in der Woche des 6. Februar stattfinden: Das Initial Public Offering (IPO) des Web-Dienstleisters Ionos ist nach F.A.Z.-Informationen momentan für die Kalenderwoche sechs angestrebt.

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dann soll der Emissionspreis feststehen und im Laufe jener Woche auch der erste Handel stattfinden, wie aus Finanzkreisen verlautet. Alles wird vom Kapitalmarktumfeld abhängen und vom Interesse angesprochener Investoren: Aber der Mehrheitsgesellschafter United Internet und der Miteigner Warburg Pincus peilen dem Vernehmen nach momentan an, 15 bis 20 Prozent der Anteile an den Markt bringen.

          600 bis 800 Millionen Euro Erlös

          Kalkuliert werde nach jetzigem Stand mit 600 bis 800 Millionen Euro Emissionserlös. Warburg Pincus hält 24,9 Prozent an Ionos. Ob das Private-Equity-Haus proportional für knapp ein Viertel des abzugebenden Pakets steht, ist wohl noch nicht entschieden.

          Die Beteiligten lehnten eine Stellungnahme ab. United Internet will nach dem Börsengang eine Mehrheit behalten. Globale Koordinatoren sind Deutsche Bank , JP Morgan , Berenberg und BNP Paribas . Der Börsengang brächte das seit geraumer Zeit weitgehend brachliegende Geschäft mit Neuemissionen in Deutschland in Schwung. Im vergangenen Jahr hatte es in Form des Porsche-IPO ein großes Projekt in Frankfurt gegeben – ansonsten war 2022 ein weitgehend verlorenes Jahr.

          Ionos ist in erster Linie Webhosting-Anbieter, stellt also Websites für kleinere und mittlere Unternehmen bereit, erzielt in diesem Segment 90 Prozent des Umsatzes und beinahe das gesamte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda).

          Ionos präsentiert sich in diesem Feld als europäischer Marktführer, bedeutende amerikanische Wettbewerber sind Godaddy und Squarespace . Eine kleine Sparte widmet sich der Cloud, die noch keinen nennenswerten Gewinn beisteuert oder ihn jedenfalls sofort reinvestiert.

          Die Absicht zum Gang aufs Parkett war am Dienstag vergangener Woche offiziell bekannt gegeben worden. Ende dieser Woche oder Anfang kommender Woche, so die Planung, dürfte der Prospekt behördlich gebilligt werden; dann steht die Spanne, innerhalb derer die Aktie in den Handel starten soll. Auf dieser Basis werben Eigner und Management bei Investoren für das neue Papier. Etwa acht bis zwölf Tage sind geplant, bis der Emissionspreis ermittelt ist – und kurz darauf der Handel startet.

          Keine Kapitalerhöhung

          Eine Kapitalerhöhung ist nicht vorgesehen. Insider taxierten die Gesamtbewertung von Ionos unlängst auf bis zu 5 Milliarden Euro. Ginge man vom Maximalwert aus und reizte die momentan wahrscheinliche Spanne für das Paket von 20 Prozent aus, ergäbe sich eine Milliarde Euro. Die derzeitige Emissionskalkulation fällt deutlich vorsichtiger aus.

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