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Börsengang : Hensoldt teilt Aktien am unteren Ende der Spanne zu

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Hensoldt-Zentrale in Taufkirchen bei München Bild: Hensoldt, Martin Kreuzer

Nach dem Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert verläuft auch der Börsengang des Rüstungselektronikunternehmens Hensoldt enttäuschend.

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          Der Börsengang des bayerischen Rüstungselektronikherstellers Hensoldt bringt rund 460 Millionen Euro ein. Das Unternehmen aus Taufkirchen bei München teilte 38,3 Millionen Aktien am Mittwochabend zu je 12 Euro zu - am unteren Ende der Preisspanne, die bis 16 Euro reichte. 300 Millionen Euro davon gehen an den Hersteller von Radarsystemen und Drohnen selbst, wie Hensoldt mitteilte, der Rest an den Eigentümer, den amerikanischen Finanzinvestor KKR, der vor vier Jahren bei der damaligen Airbus-Tochter eingestiegen war. 37 Prozent der Aktien sind künftig im Streubesitz. KKR verzichtete auf die Option, bei entsprechender Nachfrage mehr Aktien auf den Markt zu werfen.

          Zum Ausgabepreis wird Hensoldt mit 1,26 Milliarden Euro bewertet. Einschließlich Schulden liegt der Unternehmenswert bei rund 2,3 Milliarden Euro - KKR hatte 1,1 Milliarden bezahlt. Das Debüt an der Frankfurter Börse ist für Freitag geplant. Die Bundesregierung, die wegen der großen Bedeutung für die Bundeswehr ein strategisches Interesse an Hensoldt geltend macht, hatte sich für die Zeit nach dem Börsengang ein Vorkaufsrecht für bis zu 25,1 Prozent der Anteile gesichert. Sie müsste dafür bis zum Jahresende 600 Millionen Euro zahlen - gut das Doppelte wie die übrigen neuen Aktionäre. Greift sie nicht zu, muss sie warten, bis KKR seine Beteiligung auf weniger als 25 Prozent senkt.

          Hensoldt ist der zweite Börsengang nach der Sommerpause in Deutschland. Der Wohnmobil-Hersteller Knaus Tabbert hatte am Mittwoch eine Enttäuschung erlebt. Der Aktienkurs fiel am ersten Handelstag um 6 Prozent unter den Ausgabepreis. Dieser hatte mit 58 Euro bereits am unteren Ende der Preisspanne gelegen.

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