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Dax-Rekord überschattet : Hedgefonds-Schieflage trübt Börsenlaune

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Kurse im Blick: Anzeigetafel im Frankfurter Börsensaal Bild: Reuters

Wegen schwerer Probleme eines Hedgefonds brechen Aktienkurse von Banken ein. Der deutsche Leitindex fällt unter seinen am Morgen erreichten Rekordstand zurück. Ein Fachmann sieht insgesamt aber eine positive Grundstimmung.

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          Der Dax hat am Montag nach Erreichen eines Rekordhochs an Schwung eingebüßt. Nachdem sich der deutsche Leitindex im frühen Handel noch zu einer Bestmarke von knapp 14.835 Punkten aufgeschwungen hatte, stand gegen Mittag nur noch ein Plus von knapp 0,2 Prozent auf 14.774 Punkten zu Buche. Deutliche Verluste bei den Aktien der Deutschen Bank trübten das positive Bild.

          Rückenwind gab es zuletzt aus den Vereinigten Staaten. Das Versprechen von Präsident Joe Biden einer noch schnelleren Impfung der Bevölkerung sei genau das, was viele Investoren hören wollten, kommentierte Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Marktes.

          Derweil bleibt die Corona-Lage in Deutschland angespannt. Der M-Dax der mittelgroßen Werte stand minimal im Minus auf 31.573 Punkten. Für den Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 ging es um 0,2 Prozent nach oben.

          Hedgefonds-Schieflage last Bankaktien abstürzen

          Besonders unter Druck gerieten Bankaktien. In Zürich knickten die Anteilsscheine der Credit Suisse um knapp 14 Prozent ein. Die Schweizer Bank stellt sich nach eigenen Angaben wegen finanzieller Probleme bei einem amerikanischen Hedgefonds auf größere Verluste ein. Der Fonds sei in der vergangenen Woche den Margenforderungen der Credit Suisse und einiger anderer Banken nicht nachgekommen.

          DT. BANK

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          Die Schweizer Bank machte keine Angaben dazu, um welchen Fonds es sich handelt. In Frankfurt büßten die Aktien der Deutschen Bank als deutliches Schlusslicht im Dax rund 5 Prozent ein. Am M-Dax-Ende fielen die Papiere der Commerzbank um fast 2 Prozent.

          Abgesehen davon bleibe die Grundstimmung aber positiv, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. „Der Markt betrachtet das Glas als halb voll.“ Dabei setzten Investoren vor allem auf einen Wachstumsschub bei wichtigen Handelspartner Amerika dank der dort geplanten Konjunkturhilfen, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi. „Es werden weitere Maßnahmen erwartet, darunter auch erhöhte Investitionen in die amerikanische Infrastruktur.“

          Allerdings ging der Ölpreis zurück. Wegen nachlassender Sorgen vor einem Angebotsengpass durch die vorübergehende Blockade des Suezkanals verbilligte sich die Sorte Brent aus der Nordsee um 0,4 Prozent auf 64,28 Dollar je Barrel (159 Liter). „Man darf aber nicht vergessen, dass es einige Zeit dauern wird, bis sich der Stau am Suezkanal aufgelöst hat“, gab Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade, zu bedenken. Die Wasserstraße ist eine der weltweit wichtigsten Handelsrouten.

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