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Grüne Bundesanleihen : Nachhaltige Anlagen

Der Finanzmarkt muss Klimawandel und Nachhaltigkeit berücksichtigen. Die EU-Kommission aber schießt hier übers Ziel hinaus. Nachhaltigkeit allein rechtfertigt keinen Kapitalnachlass.

          Es ist richtig, wenn sich der Bund nun dem Thema Nachhaltigkeit widmet. Als einer der wichtigsten Anleiheemittenten kann der deutsche Staat die Wünsche vieler Investoren nicht ignorieren. Wenn die Nachfrage nach grünen Anlagen wächst, ist das zu begrüßen. Der Finanzmarkt muss Klimawandel und Nachhaltigkeit berücksichtigen. Schließlich schaden Klimaerwärmung und Umweltzerstörung Unternehmen, Staaten und Verbrauchern. So richtig diese Entwicklung ist, so falsch ist der Übereifer.

          Dazu neigt die EU-Kommission. Sie erwägt Anreize wie zum Beispiel Eigenkapitalerleichterungen, um den Übergang zu einem nachhaltig ausgerichteten Finanzmarkt zu beschleunigen. Das ist aber der falsche Weg. Die Eigenkapitalpuffer für Kredite müssen sich an den Risiken des Schuldners und des zu finanzierenden Projekts orientieren.

          Nachhaltigkeit allein rechtfertigt keinen Kapitalnachlass. Ansonsten droht eine Fehlallokation, wie sie zur Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren geführt hat. Stattdessen muss sich Brüssel Gedanken machen, nach welchen Kriterien Anlagen als nachhaltig eingestuft werden können. Hier vermissen die Finanzmärkte eine klare Orientierung.

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