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Hellman & Friedman : Großaktionär steigt aus Scout24 aus

  • Aktualisiert am

Autoscout24 gehört ebenfalls zum Unternehmen. Bild: dpa

Der Betreiber von von „Autoscout24“ und „Immobilienscout24“ hat seinen letzten Großaktionär verloren. Der Aktie schadet das bislang nicht.

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          Die Online-Kleinanzeigenbörse Scout24 hat ihren letzten Großaktionär verloren. Knapp zweieinhalb Jahre nach dem Börsengang warf der amerikanische Finanzinvestor Hellman & Friedman über die Investmentbank JP Morgan sein letztes Paket von Scout24-Aktien auf den Markt. Er hielt zuletzt noch gut acht Prozent der Anteile. Insgesamt 9,25 Millionen Aktien wurden für 337 Millionen Euro an institutionelle Investoren verkauft. Der Preis lag mit 36,50 Euro nur 0,65 Prozent unter dem Schlusskurs im Xetra-Handel am Donnerstag.

          Mit Hellman & Friedman verkaufte der ehemalige Großaktionär Deutsche Telekom seine letzten, indirekt gehaltenen Scout24-Aktien. Auch die Scout24- Management-Holding MEP nahm an der Plazierung teil.

          Vorläufige Geschäftszahlen hatten der Aktie in dieser Woche noch einmal einen Schub gegeben. Im vergangenen Jahr hat der Betreiber von von „Autoscout24“ und „Immobilienscout24“ den Umsatz um 8,5 Prozent auf 480 Millionen Euro gesteigert. Der Nettogewinn stieg um beinahe zwei Drittel auf 111 Millionen Euro.

          Hellman & Friedman hatte Scout24 im Herbst 2015 an die Börse gebracht und seither regelmäßig Aktien verkauft. Allein seit Oktober veräußerten der amerikanische Investor und die MEP Scout24-Papiere für mehr als eine Milliarde Euro. Trotzdem legte der Aktienkurs seit dem Börsengang mehr als 20 Prozent zu. Hinter der MEP, die 1,7 Prozent hält, stehen ehemalige und aktuelle Manager von Scout24. Vorstandschef Greg Ellis und Finanzchef Christian Gisy hätten aber auch diesmal keine ihrer Aktien losgeschlagen, betonte Hellman & Friedman.

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