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Großaktionär aus China : HNA will wohl die Deutsche Bank verlassen

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Die Deutsche Bank verliert einen Großaktionär Bild: dpa

Der chinesische Großaktionär der Deutschen Bank plant offenbar den Ausstieg bei dem Geldinstitut. Dazu dränge die Regierung in Peking.

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          Die Deutsche Bank hat augenscheinlich künftig einen Großaktionär weniger. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ plant der klamme chinesische HNA-Konzern seinen Komplettausstieg bei dem deutschen Geldhaus.

          Bereits im April hatte HNA die Beteiligung an der Deutschen Bank auf weniger als 8 Prozent reduziert. Aktuell soll die Aktien Beteiligung - mit Derivaten und Optionen eingerechnet nach Aussagen der Deutschen Bank bei 7,6 Prozent liegen. Zu dem Ausstieg drängt die chinesische Regierung, die Druck auf den Mischkonzern ausübt, dass HNA sich wieder mehr auf das Kerngeschäft mit Hotels und Fluglinien konzentriert, nachdem man in den vergangenen Jahren durch massive Zukäufe an Firmenbeteiligungen und Immobilien einen milliardenschweren Schuldenberg aufgetürmt hat – und in Geldnöte geraten war.

          „Wir haben uns verpflichtet, unsere Strategie zu straffen, um uns auf unsere Kerngeschäftsfelder Luftfahrt, Tourismus und Logistik zu konzentrieren, unseren Betrieb zu verbessern und unsere Bilanz zu stärken“, wird ein HNA-Sprecher von der Zeitung zitiert. Laut der Zeitung soll die Deutsche Bank-Beteiligung in den nächsten 18 Monaten nach und nach abgebaut werden.

          DT. BANK

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          HNA war erst Anfang des vergangenen Jahres zum Hauptaktionär der Deutschen Bank aufgestiegen. Den Großteil der Anteile (6,63 Prozent) hat HNA bei der Schweizer Großbank UBS geparkt und über Finanzinstrumente abgesichert. Im Fall eines Verkaufs der Aktien sollten somit die negativen Auswirkungen auf den Kurs der Deutschen Bank begrenzt bleiben. Dennoch würde ein Ausstieg der Chinesen für weitere Unruhe bei dem Geldhaus sorgen, das nach drei Verlustjahren in Folge unter dem seit diesem April amtierenden Chef Christian Sewing den Umbau beschleunigen will

          Die Struktur und die Finanzierung der HNA-Beteiligung am deutschen Bankinstitut standen von Anfang in der Kritik. Dass sich HNA mit Hilfe von Derivaten gegen Kursverluste absicherte, brachte den Chinesen den Vorwurf ein, die Deutsche Bank nur als Spekulationsobjekt zu sehen. Der Aktienkurs der Deutschen Bank fiel zunächst nach dieeser Nachricht im frühen Freitaghandel um mehr als 1 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli, erholte sich dann aber wieder.

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