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Nachhaltige Geldanlage : Pensionsriesen steigen aus dem Öl aus

Lieferant fossiler Energieträger: Ölförderung im amerikanischen Bundesstaat Texas Bild: AFP

Kein Öl, kein Gas, keine Kohle: Der größte Pensionsfonds in der EU trennt sich von Anlagen in Fossilbrennstoffe. Und der nächste Schritt ist schon absehbar.

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          Der größte Pensionsfonds in der Europäischen Union steigt aus Anlagen in den Öl-, Gas- und Kohlesektor aus. Er werde sich von seinen Investitionen in Hersteller fossiler Brennstoffe trennen, teilte der Fonds ABP am Dienstag mit. Sie haben ein Volumen von 15 Milliarden Euro und machen ungefähr 3 Prozent des Anlagevermögens aus. ABP ist einer der größten Pensionsfonds der Welt, der größte in der EU und der wichtigste in den Niederlanden. Dort organisiert er die Betriebsrenten für Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst und im Bildungswesen; jeder Sechste der gut 17 Millionen Einwohner bezieht als aktueller oder künftiger Rentner Geld von ABP. Betriebsrenten sind in der fünftgrößten Volkswirtschaft der EU die zweite große Säule der Altersversorgung neben der Grundrente.

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Die Mitteilung kommt in der Vorwoche des Gipfels COP26 der Vereinten Nationen in Glasgow und markiert eine Kehrtwende: Noch im Juni hatte ABP geltend gemacht, ein Ausstieg aus Anlagen in Fossilbrennstoffe sei keine Lösung für das Klimaproblem. Nach jüngst erschienenen Klimaberichten wie dem des Weltklimarats IPCC habe der Vorstand den Ausstieg beschlossen, heißt es nun zur Begründung.

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