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Neue Staatsanleihe begeben : Griechenland ist zurück auf dem Kapitalmarkt

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Und nun? Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hat noch längst nicht alle Probleme gelöst. Bild: dpa

Athen hat sich für fünf Jahre frisches Geld geliehen. Bekommen hätte es sogar noch mehr.

          Gebote über rund 10 Milliarden Euro haben am Dienstag für die erste Plazierung einer Staatsanleihe Griechenlands seit dem Jahre 2014 vorgelegen. Die fünfjährige Anleihe kommt mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Euro und einer Rendite von 3,6 Prozent an den Markt.

          Die Ausgabe der Anleihe ist nicht das Ergebnis finanzieller Nöte Athens. „Die Regierung ist aufgrund von Barreserven in Höhe von 26 Milliarden Euro derzeit nicht auf den Emissionserlös angewiesen“, heißt es in der Frankfurter Fondsgesellschaft Union Investment. „Mit der Begebung der Anleihe will der Staat seine Kapitalmarktfähigkeit unter Beweis stellen, wovon auch die griechische Privatwirtschaft profitiert.“

          Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos
          kommentierte das Ergebnis mit den Worten: „Es wurde jede Erwartung übertroffen.“

          Das Rating Griechenlands befindet sich indes immer noch auf Ramschniveau. Die Agentur Standard & Poor's benotet Athen mit „B+“. Ein solches Rating steht für eine hochspekulative Anlage.

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