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Unternehmen verteidigt sich : Grenke veröffentlicht Bundesbank-Kontoauszüge

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Eingang zur Grenke-Zentrale in Baden-Baden: Das Leasingunternehmen muss sich gegen Betrugsvorwürfe wehren. Bild: Bloomberg

Es ist schon lange gefordert, erst jetzt reagiert das Leasingunternehmen mit einer Veröffentlichung.

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          Das unter Druck stehende Leasingunternehmen Grenke hat im Zuge der Anschuldigungen rund um angeblich zu hoch ausgewiesene Bargeldguthaben Kontoauszüge veröffentlicht. Demnach befanden sich Ende Juni auf zwei Konten der Grenke AG und der Grenke Bank bei der Bundesbank zusammen gut 850 Millionen Euro, wie aus den am Donnerstag auf einer Webseite des Baden-Badener Konzerns bereitgestellten Auszügen hervorgeht. Die Veröffentlichung der Auszüge hatten Investoren schon in der vergangenen Woche gefordert.

          Am ersten Tag im Juli kamen auf einem der Konten noch 80 Millionen Euro per Überweisung hinzu. Der Grenke-Konzern hatte im Zwischenbericht für den Stichtag Ende Juni ein Kontenguthaben von 849 Millionen Euro bei der Bundesbank ausgewiesen. Zuletzt sprach Grenke von einem Guthaben von 761 Millionen Euro per Mitte September.

          Die Investorengruppe Viceroy Research wirft dem Konzern unlautere Geschäftspraktiken rund um Scheingewinne und zu hoch ausgewiesene Geldbestände vor und hat die Aktien nach eigenen Angaben leer verkauft - dürfte also von fallenden Aktienkursen profitieren.Der Grenke-Kurs war danach um fast die Hälfte gefallen und hat sich seitdem nur teilweise erholen können. Am Donnerstagmittag notierte die Aktie mit 32,78 Euro um 2,5 Prozent schwächer. Vor den Vorwürfen von Viceroy war der Titel noch 55 Euro wert.

          Viceroy hatte in einem Bericht den Vorwurf verbreitet, ein bedeutender Teil der von Grenke zum Halbjahr auf knapp 1,1 Milliarden Euro taxierten finanziellen Mittel existiere gar nicht. Grenke versucht, sich der Vorwürfe mit dem Hinweis auf die Kontensalden bei der Bundesbank zu erwehren. Das seien fast 80 Prozent der ausgewiesenen liquiden Mittel zum fraglichen Zeitpunkt gewesen. Viceroy hatte als Reaktion auf eine jüngste Telefonkonferenz des Managements zuletzt geschrieben: „Uns ist wohl bewusst, dass rund 800 Millionen von Grenkes Bargeld bei der Bundesbank gehalten werden.“ Das allein reiche als Nachweis aber nicht aus.

          Viceroy-Chef Fraser Perring sagte der „Wirtschaftswoche“, er sei einst nur durch Zufall auf Grenke aufmerksam geworden. „Ich habe einen Freund, der Ärger mit Grenke hat und ein Gerichtsverfahren gegen sie ausfechten muss. Er hatte mir davon zu Jahresanfang erzählt. Dann haben wir angefangen, zu recherchieren.“ Er habe „keinen Zweifel“ daran, dass der Aktienkurs von Grenke weiter falle. Zu Details äußerte er sich nicht.

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