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Probleme um Greensill Bank : Zocken mit Garantie

Eingang zur Greensill Bank in Bremen Bild: Reuters

Zinsportale wie Weltsparen oder Zinspilot locken Sparer auf der Suche nach etwas mehr an Zinsen an. Dabei setzen sie bewusst auf den gesetzlichen Einlagenschutz. Angesichts der Greensill-Schieflage gehört ihr Geschäft hinterfragt.

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          Zinsportale wie Weltsparen oder Zinspilot haben in den vergangenen Jahren große Aufmerksamkeit erzielt. Hinter ihnen stehen junge Fintechs wie Raisin bei Weltsparen oder Deposit Solutions bei Zinspilot. Mit der Schieflage der Greensill Bank ist es aber an der Zeit, das Geschäftsmodell dieser Zinsportale näher in den Blick zu nehmen.

          Sie vermitteln deutschen Sparern Einlagen bei Banken, die bereit sind, dafür einen höheren Zins zu zahlen, als die Notenbanken wie zum Beispiel die Europäische Zentralbank (EZB) fordern. Sie gewährt den Banken inzwischen Liquidität sogar zu Negativzinsen, wenn das Geld in Kredite fließt.

          Eine Bank, die bereit ist, dafür mehr zu zahlen, muss ein Problem haben. Je höher das Risiko, desto höher der Zins, dessen müssen sich die Anleger bewusst sein. Die Zinsportale sind sich dessen bewusst, denn sie setzen in ihrem Geschäftsmodell gezielt auf die EU-weit geltende Garantie gesetzlicher Einlagen von bis zu 100.000 Euro je Kunde und Bank.

          Ohne staatlichen Sparerschutz funktioniert das Geschäftsmodell der Zinsportale nicht. Die Anleger, die sich über etwas mehr Zinsen freuen, zocken mit dieser Garantie. Das kann nicht ihr Zweck sein.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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