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Abfrage zu Risiken : Greensill-Schieflage sorgt Bankenaufseher der EZB

Stein des Anstoßes: die Greensill Bank in Bremen Bild: Reuters

Im Blickpunkt stehen die Risiken gegenüber Greensill und Unternehmen des indischen Magnaten Gupta. Immer mehr Kommunen fürchten hohe Verluste.

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          Die Schieflage des australisch-britischen Lieferkettenfinanzierers Greensill Capital ist nun auch ein Thema für die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie befragen derzeit die Banken zu ihren Engagements bei Greensill Capital und GFG Alliance, einem Unternehmen des indischen Stahlmagnaten Sanjeev Gupta. In Finanzkreisen wurde am Montag ein Bericht der „Financial Times“ bestätigt. Der angeschlagene Finanzkonzern Greensill Capital hat am Montag auch in Großbritannien Insolvenz angemeldet, nachdem er dies vorige Woche schon in Australien tat.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Derweil laufen Übernahmegespräche mit der amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Apollo Global Management, die an Teilen des insolventen Finanzunternehmens Interesse hat.Die von der deutschen Finanzaufsicht Bafin geschlossene Greensill Bank hatte seit 2015 ihre Bilanzsumme von 353 Millionen auf 4,5 Milliarden Euro hauptsächlich über den Ankauf von Forderungen der GFG Alliance vervielfacht. Für die Bankenaufseher der EZB ist es in einem solchen Fall normal, sich über die Greensill-Risiken im europäischen Bankensektor zu informieren.

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