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Legendäre Bank : Goldman Sachs verdient weniger

  • Aktualisiert am

Logo von Goldman Sachs auf den New Yorker Börsenparkett Bild: dpa

Das amerikanische Finanzunternehmen hat im vergangenen Jahr deutlich schlechtere Geschäfte gemacht. Auch die Paradedisziplin Investmentbanking konnte daran nichts ändern.

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          Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs hat im vergangenen Jahr deutlich schlechtere Geschäfte gemacht – ganz anders als der Konkurrent JP Morgan, der am Vortag sogar einen Rekordgewinn gemeldet und mit 36,4 Milliarden Dollar so viel verdient hatte, wie nie zuvor eine Bank. Goldman Sachs dagegen teilte am Mittwoch mit, dass der Gewinn für 2019 um 20 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar gesunken ist. Damit unterbot die Bank sogar noch die Negativerwartungen der Analysten.

          Goldman Sachs musste hohe Rückstellungen bilden, um Kreditausfälle und zu erwartende Strafzahlungen abzufangen. Das Unternehmen war in den Skandal um Geldwäsche und Korruption im Umfeld des malaysischen Staatsfonds 1MDB verwickelt. Im Investmentbanking erzielte Goldman Sachs um 7 Prozent geringere Erträge. Der Rückgang lag aber auch an einem besonders starken Vorjahr.

          Das Investmentbanking, also das Geschäft mit Börsengängen, Anleiheemissionen oder Unternehmensübernahmen gilt als Paradedisziplin von Goldman Sachs. Trotz des Rückgangs waren die „Goldmänner“ im vergangenen Jahr laut des Datendiensts Dealogic die Nummer eins im Geschäft mit der Beratung von Unternehmenskäufen und Fusionen sowie Börsengängen.

          Vorstandschef David Solomon betonte daher auch die positiven Entwicklungen: „Starke Leistungen im vierten Quartal haben uns zu einem soliden Ergebnis verholfen.“ Zudem habe man weiter in neue Geschäfte investiert. Das Unternehmen will in Zukunft wieder höhere Renditen erzielen und auf einem Investorentag im Januar über seine Strategie informieren.

          Solider fielen dagegen die Zahlen der Bank of America aus. Der Jahresgewinn 2019 ging nur leicht auf 27,4 Milliarden Dollar zurück, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Es konnte den sinkenden Zinsüberschuss dank seiner konsumfreudigen Privatkunden auffangen.

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