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Goldkurs auf Rekordjagd : Zitterpartie um das edle Metall

Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles: Barren aus Feingold Bild: Reuters

Gold dient aus Sicht vieler Anleger als Katastrophenschutz, was den Preis in die Höhe treibt. Ein Absturz der Kurse ist unwahrscheinlich.

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          Es gibt immer mal Phasen an den Finanzmärkten, da investieren die Anleger am Schluss nur noch in bestimmte Geldanlagen, weil sie mit weiter steigenden Preisen rechnen und davon profitieren wollen. Ist das beim Gold auch schon so?

          Anders als etwa bei Immobilien gibt es beim Gold keinen regelmäßigen Ertrag; es lässt sich also nicht so leicht feststellen, ob sich der Preis von der Entwicklung der Erträge abgekoppelt hat. Der Goldpreis steigt derzeit, weil Menschen sich gegen Risiken aus der Corona-Krise absichern wollen. Unterstützend kommt hinzu, dass die Zinsen so niedrig sind, dass andere, festverzinsliche Anlagen wenig attraktiv sind. Letzteres wird auf absehbare Zeit so bleiben. Das wird Gold weiter stützen.

          Gut möglich trotzdem, dass nach dem rasanten Preisanstieg auch mal wieder Rücksetzer kommen und irgendwann, wenn die Krise nachlässt, das Interesse am Gold grundsätzlich zurückgeht. Das dürfte aber noch dauern. Viele Privatanleger, die Gold kaufen, wollen sich damit ohnehin gegen Katastrophen absichern, sie schielen nicht auf die kurzfristige Wertentwicklung. Dass jetzt aber eine Blase platzt, in dem Sinne, dass Gold plötzlich dramatisch an Wert verliert, ist nicht sehr wahrscheinlich.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

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