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Zinswende : „Finger weg vom Gold!“

Ist es Anlegern egal, wenn ihre Goldbarren im Schließfach an Wert verlieren - solange sie diese nicht verkaufen? Bild: REUTERS

In der Zinswende hat der Goldpreis es schwer, warnen Fachleute. Doch die Fans kaufen das Edelmetall aus ganz anderen Gründen – und lästern über Bitcoin.

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          Wie wird das Gold sich als Geldanlage in der anstehenden Zinswende schlagen? Ausgerechnet Goldanalysten sind da nicht besonders zuversichtlich. „Ich bin skeptisch“, sagt Frank Schallenberger, Gold-Fachmann der Landesbank Baden-Württemberg. Die einzig gute Nachricht für den Goldpreis sei zuletzt von den Goldwertpapieren ETC („Exchange Traded Commodities“) gekommen. Die hätten seit Jahresbeginn Zuflüsse von 240 Tonnen Gold zu verzeichnen. Aber sonst? Alles mau. Schmuckherstellung, die globale Nachfrage nach Barren und Münzen und die Goldkäufe der Notenbanken: Auf vielen Gebieten sei die Nachfrage schwächer als vor einem Jahr, während das Goldangebot zugenommen habe. Und das bei einem sehr festen Dollar und steigenden Zinsen. „Das bedeutet für mich: Finger weg von Gold!“, sagt der Goldfachmann.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Zinswende, von vielen Sparern herbeigesehnt, von Hausbauern gefürchtet, ist für die Geldanlage in unverzinstes Edelmetall eine Belastung. Insbesondere die amerikanische Geldpolitik bremst mit jeder Nachricht zu höheren Zinsen der Notenbank Federal Reserve (Fed) die Entwicklung des Goldpreises. Und zwar zum einen, weil höhere Zinsen auf festverzinsliche Wertpapiere wie amerikanische Staatsanleihen das unverzinste Gold relativ unattraktiver machen. Und zum anderen, weil höhere Zinsen in Amerika den Dollar attraktiver und damit stärker machen, was Gold außerhalb des Dollarraumes verteuert; das bremst die Nachfrage und belastet den Goldpreis. Dieser Effekt scheint im Moment stärker zu sein als die Furcht vieler Anleger vor Folgen des Ukrainekriegs und der Inflation.

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