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Gute Idee oder Fehlinvestment? : Gold als Absicherung

Der Wunsch nach Schutz vor Inflation ist für manche ein Grund, Gold zu kaufen. Bild: dpa

Die meisten Privatanleger, die physisches Gold kaufen, treibt nicht der Wunsch nach hohen Gewinnen. Sie haben meist andere Gründe.

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          Ist Gold für Privatanleger ein gutes Investment? Wenn man die zurückliegenden anderthalb Jahre betrachtet, muss man sagen: Ja. Der Goldpreis ist so stark gestiegen, dass sich selbst Investments in physisches Gold trotz der hohen Aufgelder der Händler und trotz möglicher Kosten für die Lagerung gelohnt haben dürften.

          Für die Zukunft ist das allerdings weniger klar. Gold ist mit einem Preis von gut 1700 Dollar schon recht teuer. Zwar gibt es Analysten, die einen weiteren Anstieg bis auf 2000 oder 3000 Dollar vorhersagen. Realistischer sind aber kleinere Zugewinne. Dann aber machen sich die hohen Transaktionskosten im Umgang mit physischem Edelmetall stärker bemerkbar.

          Doch die meisten Privatanleger, die physisches Gold kaufen, treibt ohnehin nicht das Spekulationsmotiv. Es ist der Wunsch, sich gegen Unwägbarkeiten oder gar Katastrophen abzusichern. Unlängst beim Börsensturz wegen der Corona-Krise fiel der Goldpreis zwar kurzzeitig auch mit, aber schon bald zeigte das Gold durchaus eine gewisse Ausgleichsfunktion. Auch der Wunsch nach Schutz vor Inflation ist für manche ein Grund, Gold zu kaufen. Bislang allerdings sorgte die Krise sogar dafür, dass die Inflation außergewöhnlich niedrig ist.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

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