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Gleiche Stimmrechte für alle : Die Diktaturen im Silicon Valley bröckeln

Unterschiedliche Aktien-Klassen machen es möglich: Mark Zuckerberg besitzt nur 14 Prozent der Facebook-Aktien, verfügt jedoch über 60 Prozent der Stimmrechte. Bild: Reuters

Facebook und die Google-Holding Alphabet haben spezielle Aktienstrukturen, um den Gründern ihre Macht zu sichern. Diese Konstruktionen werden aber immer kritischer hinterfragt. Manche Gründer sind jetzt bereit, Einfluss aufzugeben.

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          Wenn das soziale Netzwerk Facebook in der kommenden Woche seine Aktionärsversammlung hält, wird über eine ganze Reihe von Anträgen aus dem Kreis der Anteilseigner abgestimmt. Einer von ihnen sieht vor, durch eine Veränderung der Aktienstruktur den Einfluss von Mark Zuckerberg zu reduzieren. Der Mitgründer und Vorstandsvorsitzende des Unternehmens verfügt über fast 60 Prozent der Stimmrechte an Facebook, obwohl er nur knapp 14 Prozent aller Aktien besitzt. Möglich wird das durch zwei Aktienklassen: Facebook hat A-Aktien mit jeweils einem Stimmrecht und B-Aktien mit zehn Stimmrechten, und letztere werden überwiegend von Zuckerberg gehalten.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Die Aktionäre fordern nun, dass künftig jede Aktie ein Stimmrecht hat, womit der Facebook-Chef seine Kontrollmehrheit einbüßen würde. „Unser Unternehmen nimmt unser öffentliches Aktionärsgeld, aber gibt uns keine entsprechende Stimme im Management,“ heißt es in dem Antrag. Und ohne Mitbestimmung könne das Management nicht zur Verantwortung gezogen werden.

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