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Preiskampf in Afrika : Darum könnte Schokolade bald mehr kosten

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Ein Mitarbeiter des Landguts „Clave de Oro“ in Brasilien zeigt Kakaobohnen im Fermentationsprozess. Bild: dpa

Ghana und die Elfenbeinküste fordern einen höheren Mindestpreis für Kakao. Die Märkte reagierten sofort – schließlich handelt es sich um die größten Produzenten der Welt.

          Schokolade könnte bald teurer werden: Die Preise für Kakao stiegen am Mittwoch scharf an, nachdem die zwei wichtigsten Produktionsländer einen Verkaufsstopp verkündeten. Die beiden westafrikanischen Länder Ghana und Elfenbeinküste forderten bei einem Treffen mit Käufern in Accra am Mittwoch einen Mindestpreis von 2600 Dollar (2302 Euro) pro Tonne des Schokoladenrohstoffes. Der Tonnenpreis stieg daraufhin im Tagesverlauf im New Yorker Handel auf 2540 Dollar, ein Anstieg um 1,4 Prozent.

          Der Chef des staatlichen Ghana Cocoa Board, Joseph Boahen Aidoo, sagte bei einer Pressekonferenz, die Forderungen seien grundsätzlich akzeptiert worden. Bei einem Folgetreffen solle die Umsetzung der Vereinbarung erörtert werden. Bis dahin würden Ghana und die Elfenbeinküste den Verkauf der Ernte 2020/2021 aussetzen. Er sprach von einem „historischen“ Schritt. Jahrelang hätten die Käufer den Preis bestimmt.

          Die beiden Länder zeichnen für 60 Prozent der weltweiten Kakaoproduktion verantwortlich. Yves Kone, Chef des ivorischen Kaffee- und Kakaorats, forderte einen Preis, der auf „eine annehmbare Vergütung“ für die Mühen der Arbeiter hinauslaufe. Der Kakaomarkt ist rund 100 Milliarden Dollar wert, von denen nur 6 Milliarden an die Produzenten gehen.

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