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Germanwings-Absturz : Versicherer rechnen mit Kosten von 300 Millionen Dollar

  • Aktualisiert am

Blumen, Kerzen und ein Stein liegen im Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes vor der Germanwings-Zentrale in Köln. Bild: dpa

Die Versicherer der abgestürzten Germanwings-Maschine legen eine ungewöhnlich hohe Summe zurück. Sie rechnen offenbar mit langwierigen und teuren Entschädigungsprozessen.

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          Nach dem Absturz des Germanwings-Flugzeuges in Frankreich haben die Versicherer der Lufthansa-Gruppe Medienberichten zufolge 300 Millionen Dollar unter anderem für mögliche  Schadensersatzforderungen zurückgelegt. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters und das „Handelsblatt“ in seiner Dienstagsausgabe.

          Bei der Summe handele es sich um eine vorläufige Schätzung der Kosten, sagte eine mit den Berechnungen vertraute Person zu Reuters. Der endgültige Betrag könne sowohl darüber als auch darunter liegen. Die Allianz als Hauptversicherer der Maschine habe diese Summe aber zunächst festgelegt. Darüber hatte zuvor auch bereits die Versicherungszeitung „The Insurance Insider“ berichtet.

          Den Hauptteil der Zahlungen machen die Schadenersatzzahlungen für die Passagiere aus. Der Germanwings-Mutterkonzern Lufthansa bot den Hinterbliebenen zunächst bis zu 50.000 Euro je Opfer als Soforthilfe an. In der Regel werde laut „Handelsblatt“ in der Luftfahrt im Todesfall pro Passagier mit einer Entschädigung von einer Million Dollar kalkuliert, im Fall von Flug 4U 9525 wären das 150 Millionen Dollar. Hinzu kommen die Kosten für das Flugzeug, das in diesem Fall mit 6,5 Millionen Dollar versichert gewesen sein soll, heißt es in dem Bericht weiter. Dass die Assekuranzen nun deutlich mehr Geld zurückstellen, lasse den Schluss zu, dass sie mit langwierigen und teuren Entschädigungsprozessen rechnen. Lufthansa wollte den Bericht demnach nicht kommentieren.

          Germanwings-Absturz : Rechtsexperte: „Airline haftet in jedem Fall“

          Unter anderem scheinen kostspielige Klagen in den Vereinigten Staaten möglich; an Bord waren drei amerikanische Staatsbürger. Sollten Angehörige der Opfer die Fluggesellschaft tatsächlich verklagen, müsste Lufthansa glaubhaft machen, dass sie das Unglück nicht habe verhindern können. Die Allianz wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Auch der amerikanische Konzern AIG, der zu den Versicherern gehört, lehnte einen Kommentar ab. Swiss Re erklärte lediglich, dass sowohl Germanwings als auch die Lufthansa Kunden des Rückversicherers sind.

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