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Fettig, salzig, gezuckert : Gemüsechips sind meist Kalorienbomben

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Gemüsechips sind nicht so gesund wie sie scheinen. Bild: Picture-Alliance

Gemüsechips als Alternative zu ungesunden Snacks? Keine so gute Idee, meint die Stiftung Warentest. Nur drei Produkte erhielten gute Noten. In einigen Fällen haben die Tester bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden.

          Gemüsechips aus Roter Bete, Pastinake oder Süßkartoffel: Die Knabbereien enthalten oft viel Zucker, Fett und Salz und sind damit echte Kalorienbomben, wie die Stiftung Warentest am Dienstag vorab aus der September-Ausgabe ihrer Zeitschrift „Test“ berichtete. Die Verbraucherexperten nahmen 15 Gemüsechips-Mischungen unter die Lupe. Lediglich drei Produkte erhielten gute Noten. Nur wenige überzeugten demnach auch geschmacklich.

          Vier Produkte erhielten wegen kritischer Inhaltsstoffe zudem nur die Note „mangelhaft“. Die Tester fanden in drei Fällen bedenkliche Mengen Acrylamid. In Tierversuchen wirkte Acrylamid krebserregend und erbgutschädigend. Mit mangelhaft bewerteten die Tester auch in einem Fall Rote-Bete-Chips, die stark mit Nitrat belastet waren. Nitrat kann im Körper zu Nitrit und dann unter anderem zu Nitrosaminen reagieren. Viele dieser Verbindungen wirkten im Tierversuch krebserregend.

          Geschmacksqualität beim Gros mittelmäßig

          Gemüsechips sind nach Ansicht der Tester keine gesündere Alternative zu Kartoffelchips, das gilt auch für die drei guten Produkte. So enthalten hundert Gramm des Testsiegers zwar relativ wenig Salz, dafür aber mit 30 Gramm recht viel natürlichen Zucker und einen Fettgehalt ähnlich wie Kartoffelchips.

          Auch die Geschmacksqualität ist unterschiedlich. Das Gros der getesteten Gemüsechips ist den Angaben zufolge mittelmäßig, schmeckt und riecht fettig, ist brandig im Geschmack oder hat teils eine pappige Konsistenz. Drei Produkte wurden beim Geschmack mit sehr gut bewertet, in einem Fall verliehen die Tester sogar die im Prüfpunkt Sensorik seltene Bestnote 1,0.

          Die Grünen beklagten, dass „immer wieder“ zu hohe Acrylamidwerte in Lebensmitteln gefunden würden und forderten die Einführung von Höchstwerten. Nötig sei außerdem eine Lebensmittelampel, „die klar und auf den ersten Blick zeigt, wie viel Fett, Zucker und Salz in Lebensmitteln steckt“, erklärte die Verbraucherpolitikerin Nicole Maisch.

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