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Bezahllösungen : Gelungene Regulierung

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Auf dem Markt für Bezahllösungen ist in den vergangenen Jahren einiges ins Rollen gekommen. Das ist vor allem ein Verdienst der Europäischen Union.

          Zwar wurde durch das Kartellamt das einheitliche Händlerentgelt abgeschafft. Aber erst eine europäische Verordnung schuf eine Gebühren-Obergrenze für Transaktionen mit Debitkarten in Höhe von 0,2 Prozent. Dadurch sind die Kosten für viele Einzelhändler deutlich gesunken. Das führte dazu, dass viele Händler ihren Widerstand gegen Kartenzahlungen aufgegeben haben und nun Stück für Stück ihre Verweigerungshaltung aufgeben.

          Für Konsumenten ist damit ein Stück Wahlfreiheit gewonnen, ob sie lieber mit Bargeld oder doch mit Karte zahlen wollen. Doch uneingeschränkt gut für Konsumenten muss das auf lange Sicht trotzdem nicht sein. Denn mit dem eigens entwickelten elektronischen Lastschriftverfahren hatte der Einzelhandel lange ein Druckmittel in Verhandlungen. Das fällt nun nach und nach weg. Deswegen können sich die Banken zumindest etwas zurücklehnen. Da Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebt, könnte das letztlich für Handel und Konsument doch teurer werden.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

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