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Geldwäscheskandal : Rekordstrafe für Swedbank

Die Swedbank in Tallinn, Estland. Bild: Reuters

Der Geldwäscheskandal um die schwedische Swedbank erreicht ein noch größeres Ausmaß. Das geht aus einem neuen Untersuchungsbericht hervor.

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          Die Swedbank hat am Montag die wegen Geldwäsche verhängte Geldstrafe von 4 Milliarden schwedischen Kronen oder umgerechnet 360 Millionen Euro akzeptiert. Es ist die höchste Strafe, die jemals eine schwedische Bank an die Aufsicht zahlen musste.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Am Montag war auch bekanntgeworden, dass der vom Vorstand bei der Kanzlei Clifford Chance in Auftrag gegebene Untersuchungsbericht ein noch größeres Ausmaß an Geldwäsche festgestellt hat, als bislang angenommen worden war. Demnach soll es in den Jahren zwischen 2014 und März 2019 zu verdächtigen Transaktionen von fast 37 Milliarden Euro gekommen sein. Hier handelt es sich um Überweisungen mit einem hohen Geldwäscherisiko über die Niederlassungen im Baltikum. Bislang war der Umfang der Geldwäsche auf deutlich geringere 20 Milliarden Euro geschätzt worden.

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