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Geldängste des Jahres : Verbraucher sorgen sich über Inflation, Spritpreise und den Strompreis

Die steigenden Preise rufen nicht nur Ärger, sondern auch Ängste hervor. Bild: AFP

Das Fintech Aboalarm hat die Menschen gefragt, worüber sie sich in Geldfragen am meisten Sorgen machen. Die ersten drei Plätze belegten diesmal die steigenden Preise – noch vor den Mieten.

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          Die Inflation ist mittlerweile das alles beherrschende Thema unter den Geldsorgen der Verbraucher in Deutschland. Das geht aus einer Studie hervor, die das Internetportal Aboalarm in Auftrag gegeben hat und die der F.A.Z. vorab vorlag. Für die Erhebung wurden 1036 Personen befragt, die Ergebnisse seien repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auf die Frage, worum sich ihre größten Ängste in Geldfragen im zurückliegenden Jahr drehten, antworteten immerhin 25,4 Prozent der Befragten, das seien die Inflation und die steigenden Preise gewesen. 24,5 Prozent nannten speziell die Spritpreise als Gegenstand der größten Sorge, 14,3 Prozent den hohen Preis für Strom in Deutschland.

          Mieten landen weiter unten

          Deutlich weniger Menschen machten sich am meisten Sorgen über die Mieten, das waren 7 Prozent. Zumindest bis vor kurzem hatten die Mieten jedenfalls in den Großstädten zu den wichtigsten Gesprächsthemen gehört, was Geldsorgen der Menschen betrifft.

          Bankgebühren und Negativzinsen nannten nun 5,3 Prozent der Befragten als Gegenstand von Ärger und Sorgen. Geldsorgen im Zusammenhang mit dem Urlaub drückten 8,3 Prozent. 3,9 Prozent ärgerten sich besonders über das langsame Internet zu Hause und 3,1 Prozent nannten Funklöcher und schlechten Handyempfang als ihre größte Sorge.

          Ärger über Sprit- und Strompreise

          „Viele Dinge des täglichen Lebens sind im vergangenen Jahr teurer geworden“, heißt es in der Studie. „Das spüren die Menschen im Geldbeutel und wählen die steigenden Preise zum Verbraucherärger des Jahres.“ Nach Angaben des Statistischem Bundesamts kosteten Waren und Dienstleistungen im vergangenen Jahr 3,1 Prozent mehr als noch 2020 – das war die höchste Teuerungsrate seit fast 30 Jahren.

          „Angeheizt wird die Inflation von ungebremst steigenden Kraftstoff- und Energiekosten“, schreiben die Studienautoren weiter: „Folgerichtig nennen Verbraucher diese beiden Faktoren ebenfalls häufig als Ärgernisse.“ Der Preisanstieg an der Zapfsäule rege also immerhin  rund ein Viertel der Deutschen am meisten auf.

          Die Internetplattform Aboalarm, die die Studie in Auftrag gegeben hat, bietet Verbrauchern Dienstleistungen rund um Kündigungen an, unter anderem auch für die Kündigung von Stromverträgen oder Bankkonten. Immer, wenn die Banken neue Negativzinsen oder höhere Kontoführungsgebühren einführen, merkt das Unternehmen das an Aufträgen für Kündigungen. 

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