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Geldpolitik : Liquidität auf Zeit

  • -Aktualisiert am

Die Europäische Zentralbank (EZB) dreht den Geldhahn auf. Sie schreibt den Geschäftsbanken fast 350 Milliarden Euro gut. Hilft die EZB damit Banken, die sich verspekuliert haben, auf Kosten des Steuerzahlers aus der Patsche?

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          Die Europäische Zentralbank (EZB) dreht den Geldhahn auf. Sie schreibt den Geschäftsbanken fast 350 Milliarden Euro gut. Hilft die EZB damit Banken, die sich verspekuliert haben, aus der Patsche? Auf Kosten des Steuerzahlers? Wirkt diese Liquiditätsschwemme inflationär? Alle diese Fragen sind mit „nein“ zu beantworten. Die Liquiditätszufuhr zielt darauf, den Banken über den Jahresultimo zu helfen, an dem die Geldmärkte aus eher technischen Gründen sind, dieses Mal wegen der Vertrauenskrise an den Geldmärkten ganz besonders.

          Die Banken müssen die Milliarden, die sie sich bei der EZB leihen, aber schon am 4. Januar zurückzahlen. Das Geld dient somit lediglich dazu, den Interbankenhandel liquide zu halten und so vorzubeugen, dass ein eigentlich solventes Finanzinstitut ohne eigenes Verschulden illiquide wird - was schlimme Folgen für das gesamte Finanzsystem haben könnte. Diese kurzlaufende Liquidität wird deshalb nicht zu einer inflationär wirkenden, verstärkten Kreditvergabe an Unternehmen und Haushalte führen. Abgesehen davon müssen die Banken für das Geld vergleichsweise hohe Zinsen an die EZB zahlen. Das kommt deren Gewinn und damit den Bürgern des Euro-Raums zugute. Die EZB handelt also umsichtig.

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