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Geldpolitik gegen die Krise : Über den Streit um steigende Salden

Logo des Eurosystems vor der EZB in Frankfurt Bild: dpa

Der Streit um die Salden aus dem europäischen Zahlungsverkehrssystem Target 2 ist in keinem Land so intensiv und verbittert geführt worden wie in Deutschland.Gefährlich werden diese aber erst, wenn ein größeres Land die Währungsunion verlässt.

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          Der Streit um die Salden aus dem europäischen Zahlungsverkehrssystem Target 2 ist in keinem Land so intensiv und – zum Teil auf verletzende Weise – verbittert geführt worden wie in Deutschland.

          Einigkeit haben die Kombattanten nicht erzielt, aber die bisher letzte Diskussionsrunde aus dem vergangenen Jahr zeigte immerhin: Die Gefahren der Salden sind sehr wahrscheinlich nicht so groß wie gelegentlich behauptet, solange kein Mitglied die Währungsunion verlässt. Sollte allerdings ein großes Land die Währungsunion verlassen, stellten die Targetsalden ein nicht zu unterschätzendes Problem dar.

          Der Anstieg der Salden im europäischen wie im amerikanischen Zahlungsverkehrssystem seit dem Frühjahr geht zweifellos zu einem nicht geringen Teil auf die sehr expansive Geldpolitik zurück, die wohl auch so schnell kein Ende finden wird. Aber die Zentralbanken sollten, wenn die Krise vorüber ist, auch daran denken, die in der Krise gebildeten Bestände an Wertpapieren wieder abzubauen. Dies wäre nicht nur aus geldpolitischer Sicht dringend ratsam. Es trüge auch zu einer deutlichen Reduzierung der Salden in den Zahlungsverkehrssystemen bei.

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