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Geldpolitik : Das Dilemma mit der Inflation

EZB-Turm in Frankfurt Bild: dpa

Die Zentralbanken stehen vor einer schwierigen Gratwanderung: Die Märkte brauchen ihre Rückendeckung, gleichzeitig müssen sie einer Inflation vorbeugen.

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          Die Stimmung an den Finanzmärkten ist trotz der erfreulichen Konjunktursignale nicht von Zuversicht geprägt. Zwar halten sich die Aktienmärkte auf hohen Niveaus, aber die Phantasie für einen weiteren Kursanstieg ist geschwunden. Zum einen ist in den aktuellen Kursen schon sehr viel Positives eingepreist, zum anderen belasten Inflationssorgen die Märkte. Diese Sorgen sind allerdings auch Ausdruck einer sich verfestigenden wirtschaftlichen Erholung. Ob die Teuerung nachhaltig ist, steht noch längst nicht fest, weil die hohen Steigerungsraten auch auf die niedrigen Werte zwölf Monate zuvor, zu Beginn der Pandemie, zurückzuführen sind.

          Darauf verweisen die Vertreter der Europäischen Zentralbank und der amerikanischen Notenbank zu Recht. Noch ist es zu früh, um über den Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik zu entscheiden. Jedoch dürfen sich die Notenbanken nicht einer Diskussion darüber verschließen, wann es so weit sein könnte. Sie müssen aber aufpassen, nicht in ein Inflationsdilemma zu geraten: Die Märkte wollen sich auf die geldpolitische Rückendeckung verlassen, gleichzeitig sollen die Notenbanken die wachsenden Inflationssorgen ernst nehmen.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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