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Sparprämie : Haspa verlangt staatlichen Ausgleich für niedrige Zinsen

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Bisher tragen viele Bürger ihr Geld trotz niedriger Zinsen zu den Sparkassen Bild: dpa

Im Sparkassen-Lager mehren sich die Forderungen nach einer staatlichen Sparprämie.

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          Es sei das Gebot der Stunde, dass der Staat einen Teil der Ersparnis, die er durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) habe, an die Sparer zurückgebe, sagte Harald Vogelsang, der Chef der Hamburger Sparkasse (Haspa), am Montag anlässlich der Bilanzpräsentation 2014. „Wir glauben, dass es hier einen Lastenausgleich geben sollte.“ Details ihrer Initiative will Deutschlands größte Sparkasse in den nächsten Tagen vorstellen.

          Kürzlich haben bereits die baden-württembergischen Sparkassen eine staatliche Prämie gefordert, um die Sparbereitschaft zu erhöhen. Eine abgestimmte Initiative des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) zu dem Thema gibt es bisher noch nicht. DSGV-Präsident Georg Fahrenschon setzt sich allerdings schon länger dafür ein, dass der Staat angesichts der Niedrigzinsen mehr Anreize für die Vermögensbildung schafft. Unter anderem fordert er Verbesserungen bei den vermögenswirksamen Leistungen.

          Bisher tragen viele Bürger ihr Geld jedoch trotz niedriger Zinsen zu den Sparkassen. Bei der Haspa kletterten die Spareinlagen im abgelaufenen Jahr um fast zwölf Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss sank um 1,5 Prozent auf 677 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss stieg dank des anziehenden Wertpapiergeschäfts dagegen um drei Prozent auf 263 Millionen Euro. Da die Haspa wegen der guten Konjunktur zugleich weniger Geld für ausfallgefährdete Kredite zur Seite legen musste und die Kosten weiter senkte, kletterte der Jahresüberschuss um sieben Prozent auf 80 Millionen Euro.

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