https://www.faz.net/-gv6-8mtvg

GLS-Bank : Schulden machen (fast) umsonst

  • Aktualisiert am

Die Privatkunden der GLS-Bank sollen sich demnächst für 0 Prozent Zinsen Geld leihen können. Bild: dpa

Die GLS-Bank senkt den Dispozins für alle Privatkonten auf 0 Prozent. Einen Beitrag zahlen sollen die Kunden aber trotzdem.

          Keine Zinsen aufs Ersparte - dann dürfte die Bank eigentlich auch keine Zinsen fürs Überziehen des Kontos verlangen: So ähnlich haben sich das viele Bankkunden schon seit längerem vorgestellt. Die GLS-Bank in Bochum (das Kürzel steht für „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“) behauptet, das jetzt genau so zu machen. Für alle Privatgirokonten werde der Dispozins zum 1. November auf 0 Prozent gesenkt, teile die Bank mit. Das gelte für Beträge bis 10.000 Euro nach vorheriger Bonitätsprüfung.

          Der Zins für geduldete Überziehungen über den Dispo-Rahmen hinaus wurde auf 7,31 Prozent belassen. „An den Einlagenzinsen zeigt sich, dass kurzfristige Liquidität im Überfluss vorhanden ist, das geben wir weiter“, sagte Bankchef Thomas Jorberg. Kleiner Nachteil: Die GLS-Bank will künftig von jedem Kunden einen „GLS-Beitrag“ von 5 Euro im Monat erheben. Darüber sollen die Mitglieder am 10. Dezember abstimmen.

          Weitere Themen

          IWF findet Dollarkurs viel zu hoch

          Währungsstreit : IWF findet Dollarkurs viel zu hoch

          Aus Sicht des Weltwährungsfonds ist die amerikanische Währung zu teuer. Trotzdem exportiere Deutschland immer noch viel zu billig. Diese Kritik führt auch Präsident Trump immer wieder ins Feld.

          Topmeldungen

          Lichtverschmutzung : Der helle Wahnsinn

          Die Nacht verschwindet und mit ihr zahlreiche Tierarten. Dabei wäre es so einfach, das Licht in den Städten zu dimmen, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Wie der Wandel gelingen kann, führt die Sternenstadt Fulda vor.

          FAZ Plus Artikel: AKK im Kabinett : Auf dem Marsch ins Kanzleramt

          Wer wie Annegret Kramp-Karrenbauer Regierungschefin werden will, darf sich vor dem Verteidigungsministerium nicht fürchten. Auch in der Politik gilt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

          Shitstorm des Tages : Ein „Aufstand der Generäle“ als Rohrkrepierer

          Uwe Junge ist rhetorisch kampferprobt. Gegen die neue Verteidigungsministerin fährt der AfD-Politiker und ehemalige Stabsoffizier ganz großes Geschütz auf. Doch der Schuss geht nach hinten los. Übrig bleibt geistiges Brandstiftertum.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.