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Niedrige Zinsen : Commerzbank plant negative Zinsen

  • Aktualisiert am

Bild: REUTERS

Die Commerzbank plant, für Guthaben auf dem Konto Gebühren zu verlangen - allerdings nur bei einem bestimmten Kundenkreis. Andere Geldinstitute könnten bald folgen.

          Die Commerzbank überlegt auf große Einlagekonten großer Geschäftskunden keine Zinsen mehr zu zahlen, sondern Gebühren in Form negativer Zinsen zu berechnen. Einen entsprechenden Bericht des „Wall Street Journals“ bestätigte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf ein per E-Mail erfolgtes Statement eines Commerzbank-Sprechers. Die Bank werde die Liquiditätsbedürfnisse ihrer Kunden für ihren Geschäftsbetrieb sorgsam berücksichtigen, zitiert die Nachrichtenagentur die Bank. Die Gebühr soll mit den Kunden individuell vereinbart werden.

          Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, die Commerzbank behalte sich vor, künftig bei einzelnen großen Firmenkunden mit hohen Guthaben sowie Großkonzernen und institutionellen Anlegern, eine Guthabengebühr zu berechnen. Dies habe das Geldinstitut bestätigt. Die Commerzbank wolle die Höhe der Gebühr mit den betroffenen Kunden individuell aushandeln. Grundsätzlich seien Privatkunden sowie Geschäfts- und mittelständische Firmenkunden nicht betroffen.

          Auch die Deutsche Bank plane einen solchen Schritt, eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen. Amerikanische, Schweizer und britische Banken haben ähnliche Schritte schon früher unternommen. In Deutschland verlangt bisher nur die Skatbank seit dem 1. November einen Negativzins.

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